Krippe Lütjensee wächst

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Architektin Elke Uhlenbrook, Bürgermeisterin Ulrike Stentzler und Krippenleiterin Swantje Schlapkohl vor der Krippe Foto: bm

330-Quadratmeter-Anbau geplant. Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein

Von Birgit Maurer
Lütjensee
Die Krippe „Lütje Lüüd“ wird erweitert. Im Frühjahr 2016 soll Baubeginn sein für einen Anbau von etwa 330 Quadratmeter, der zwei Gruppenräume mit Schlaf- und Sanitärräumen schafft. Zudem wird der Personalraum vergrößert, sodass der bisherige zum Therapieraum werden kann. Die Küche wird mit zwei Essensausgaben versehen. Herzstück wird der 50 Quadratmeter große Spielflur, der für Feiern, Elternabende, Feste und zum Kinderturnen genutzt werden kann.

An- und Altbau bilden einen Winkel


Der Anbau wird sich zur Straße hin erstrecken und mit dem 2013 eröffneten „Altbau“ einen Winkel bilden. Dadurch entstehen zwei Spielplätze für kleinere und größere Kinder. Denn eine der zwei neuen Gruppen soll eine altersgemischte Gruppe werden, sodass nicht mehr alle Kinder nach dem dritten Lebensjahr den Standort wechseln müssen. „Wir leiten sonst die Kinder an den kirchlichen Kindergarten weiter, aber manchmal ist es sinnvoller, wenn das Kind bei uns bleibt, zum Beispiel, wenn ein Geschwisterkind in die Krippe kommt“, erklärt Einrichtungsleiterin Swantje Schlapkohl. Zudem wollen nicht alle Eltern ihre Kinder in einer kirchlichen Einrichtung betreuen lassen und die Gemeinde ist verpflichtet, den Eltern eine „Auswahl“ anzubieten.
Derzeit werden 20 Kinder in zwei Gruppen von fünf Erziehern betreut, nach der Fertigstellung im Herbst nächsten Jahres kommt etwa die gleiche Zahl dazu. Daher werden weitere fünf pädagogische Fachkräfte gesucht. Die Belegung der Familiengruppe ist ein Rechenexempel für Swantje Schlapkohl. Je nachdem, wie viele Krippenkinder dabei sind, bleiben Plätze für ältere Kinder übrig, da ein Krippenkind praktisch zwei Plätze belegt. Außerdem muss die Mischung Junge und Mädchen beachtet werden und dass mindestens zwei Kinder im etwa gleichen Alter da sind, damit es Spielkameraden gibt. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, die Lütjensee bereits in den Haushalt eingestellt hat. „Wir beantragen noch Zuschüsse vom Kreis und vom Land“, so Bürgermeisterin Ulrike Stentzler. Sie betont zudem, dass die Bauphase so vorbereitet wird, dass der Krippenalltag möglichst wenig gestört wird. Der Neubau wird in Holzständerbauweise gebaut, die Fassade bekommt rote Fassadenplatten. Geplant wird der Bau von Architektin Elke Uhlenbrook, die gleich neben der Krippe wohnt.
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