Lösung mitten in der Stadt?

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Bürgermeister Dr. Henning Görtz bei der Brot-Ausgabe an Fawad A. (16), der Lebensmittel für seine zwölfköpfige afghanische Flüchtlingsfamilie abholt. Annette Eickhorn packt mit an, links der Tafel-Vorsitzende Johannes Kelp Foto: mg

20 Jahre Tafel in Bargteheide: Zum Jubiläum Hoffnung auf neue Räume

Von Manfred Giese
Bargteheide
Die Ausgabestelle Bargteheide der Ahrensburger Tafel sucht seit längerer Zeit dringend neue Räumlichkeiten. Seit 20 Jahren – erster Ausgabetag war am 1. März 1996 – bietet die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide der Tafel-Ausgabe Gastrecht im alten Pastorat. Das ist aber immer ein Provisorium geblieben. Die Arbeits- und Ausgabebedingungen für das Helfer-Team wie auch für die Tafel-Kunden sind längst grenzwertig. Die Stadt Bargteheide und auch Bürgermeister Dr. Henning Görtz persönlich unterstützen die Tafel deshalb intensiv bei der schwierigen Suche. Jüngst erwarb der Bürgermeister in wörtlichem Sinn auch „handfeste Erfahrungen“ bei der freitäglichen Lebensmittel-Ausgabe der Tafel auf dem Kirchengelände und im Martin-Luther-Haus. Schon seit geraumer Zeit geplant, machte sich der designierte Landrat, der sein neues Amt im Oldesloer Kreishaus am 24. April antritt, mehrere Nachmittagsstunden tatkräftig ein Bild von der körperlich anstrengenden Arbeit des Tafel-Teams um deren langjährige Leiterin Waltraud Giese. Er kam dabei auch mit zahlreichen Tafel-Kunden, unter ihnen Flüchtlinge und Migranten, ins Gespräch. Der Noch-Bürgermeister erlebte den ganz normalen Ausgabetag mit: Freitag mittags rollen kurz nacheinander drei Tafel-Lieferwagen mit bis zu 200 prall gefüllten Transportkisten auf das Bargteheider Kirchengelände; an diesem Tag waren allerdings in „nur“ rund 150 Kisten deutlich weniger Lebensmittel vorhanden. Die dennoch große Warenmenge wurde mit Unterstützung einiger freiwilliger Tafelkunden eilig entladen. Innerhalb von nur 90 Minuten waren die knapp 50 Zentner Brotwaren, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Südfrüchte, Konserven, Wurst und Käse, Eier, Milch, Joghurt und Süßigkeiten dann sortiert, mehrfach umgepackt und für die Ausgabe präsentiert. Görtz nahm vor den Tafel-Mitarbeitern, von denen nach einem Halbjahres-Dienstplan jeweils gut ein Drittel freitags mit anpackt, auch Stellung zu den schwierigen und inzwischen eigentlich unzumutbaren Arbeits- und Ausgabebedingungen. „Die Stadt Bargteheide unterstützt die Tafel seit längerem bei ihrer Suche nach neuen Räumen“,sagte er. Mehrere Objekte habe man sich schon angesehen und jetzt scheine sich eine passende Lösung mitten in der Stadt unweit der bisherigen Ausgabestelle anzubahnen.

Weitere Infos: Ahrensburger Tafel
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