Megi darf vorerst bleiben

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Corinna Lorenz-Wilken und Megi Nreko Foto: ks

Nach Wochenblatt-Bericht: Geflüchtete Albanerin hat Lehrstelle in Aussicht

Bargteheide Vor rund zwei Monaten berichtete das Wochenblatt über Megi Nreko (18) aus Bargteheide, schilderte das drohende Schicksal der jungen Frau aus Albanien: eine mögliche Abschiebung in kurzer Zeit in ihr Heimatland. Doch die Asylbewerberin schaut nun wieder ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft. Nach dem Zeitungsbericht meldeten sich drei Firmen, die Megi einen Ausbildungsplatz anboten. Und mit einer Lehrstelle im Rücken hat die Hobby-Malerin gute Aussichten, in Deutschland zu bleiben, denn es wäre ein wichtiger Schritt für eine gelungene Integration.
Seit Dezember 2014 lebt Megi mit ihrer Mutter Sheqere (51) in einem schlichten Zimmer einer Bargteheider Flüchtlingsunterkunft. Im Juli wird die sehr gute Schülerin ihren Schulabschluss machen. Doch auch mit ihren durchweg guten bis sehr guten Noten und nach über 30 Bewerbungen hatte sie keine Aussicht auf eine Ausbildungstelle. Der Wochenblatt-Bericht aber schob das schier Unmöglich an. „Drei Unternehmen aus Bargteheide haben sich gemeldet und mir Lehrstellen angeboten“, sagt Megi und lächelt glücklich. Zwei Angebote hat sie nach reiflicher Überlegung abgesagt - es waren Ausbildungsplätze zur Köchin sowie zur Groß- und Außenhandels-Kauffrau. Bei der dritten Firma, dem Hörgeräte-Spezialisten Schmelzer, hat Megi bereits zwei Tage an einem „Tag der offenen Tür“ und in der Werkstatt zur Probe gearbeitet und einen guten Eindruck hinterlassen. Und Megi kann sich den Beruf als „Hörgeräte-Akustikerin“ gut vorstellen. „Das Mädchen hat geschickte Finger und eine gute Ausstrahlung“, lobt Mitarbeiterin Corinna Lorenz-Wilken die ehrgeizige Asylbewerberin.
Die Buchhalterin und gute Seele des Geschäfts in der Rathausstraße fügt aber hinzu: „Sie muss bei der Kundenbetreuung noch etwas mehr aus sich heraus kommen. Und sie muss parallel zur Ausbildung weiterhin Deutschkurse besuchen.“ Wenn beide Seiten einverstanden sind, wird Megi in diesen Tagen ihren Lehrvertrag unterschreiben. Ausbildungsbeginn wäre der 1. September. Eine Garantie auf das Bleiberecht bietet die Lehrstelle zwar nicht automatisch, aber Megi könnte sicher mit dem Wohlwollen der zuständigen Behörden rechnen. (ks)
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