Neue Ideen fürs Freibad

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Oliver Mesch (li.) und Jens Hoffmann vorm Becken des Schönaubades, dessen Folie marode ist Foto: cy

Brücke und neuer Whirpool für Schönaubad? Gemeinde will Bürger befragen

Von Cetin Yaman
Trittau
Das Schönaubad wird pro Jahr mit 300.000 Euro von der Gemeinde bezuschusst. Dabei waren in der letzten Saison nur knapp 30.000 Besucher da.
Es besteht dringender Handlungsbedarf. Nach der Saison 2015 soll es umfassend saniert werden. Das hat die Politik nun beschlossen.

Schönaubad soll attraktiver werden

Die Verantwortlichen planen eine Attraktivitätssteigerung. Eine Idee wäre eine Brücke zu errichten, die über das Becken
führt. Denkbar ist auch ein Whirlpool. „Das klingt alles gut,
kostet aber natürlich Geld“, sagt Bürgermeister Oliver Mesch
(parteilos). Wichtigster Kostenfaktor aber ist das Schwimmbecken, dessen Folie marode ist. Während der Saison verliert es 25 Kubikmeter Wasser pro Tag. Die Folie muss ausgetauscht wer-
den oder aber durch eine ganz andere Lösung ersetzt werden.

„Eine Edelstahlwanne wird nicht porös und ist dauerhaft.“ Jens Hoffmann (CDU), Bauauschussvorsitzender

„Eine Edelstahlwanne wird nicht porös und ist dauerhaft“, erläutert Jens Hoffmann, Vorsitzender des Bauausschusses. Sie hat nur einen Nachteil: sie ist mit etwa 1,2 Millionen Euro fast doppelt so teuer wie eine Folie.
Weil das Freibad für alle Trittauer so wichtig ist, möchten Verwaltung und Politik es in jedem Fall erhalten. Doch bei einer Ausgabe dieser Höhe muss die Gemeinde andere Projekte aufschieben oder ihren Schuldenstand erhöhen.

Bürgerbegehren geplant

„Deswegen wollen wir die Bürger befragen“, schaut Mesch voraus. Ein Bürgerbegehren soll im Mai oder Juni kommenden Jahres stattfinden. Erst dann wird es eine abschließende Entscheidung geben.
Anfang November stellte die damit beauftragte Planungsgesellschaft Hildesheim, Experten für Schwimm- und Freibäder, zunächst mündlich ihr Gutachten über das Schwimmbecken vor, ein Bodengutachten soll folgen.

Wasserpegel im Becken muss konstant sein

Erste Ergebnisse zeigen, dass UV-Einstrahlung und chemische Prozesse, die im Becken ausgelegte Folie nach 20 Jahren seit der letzten Komplettsanierung zerstört haben. Dadurch geht ständig Wasser verloren. Wichtig ist aber, dass der Wasserpegel im Becken konstant bleibt. Zudem habe das Bassin seit einiger Zeit eine leichte Schieflage.
„Durch den hohen Wasser-spiegel, der sich an dieser
Stelle befindet, würde das Becken bei zu geringem Gewicht nach oben gedrückt werden“, erklärt Bürgermeister Oliver Mesch. Daher muss dort konstant die gleiche Wassermenge erhalten bleiben. Dafür sorgt Betriebsleiter Peter Naujoks, dessen Aufgabe es unter anderem ist, wöchentlich den Wasserstand im Becken nachzumessen und bei Bedarf welches nachzufüllen. Der Bademeister, bei dem viele Trittauer Kinder schwimmen gelernt haben, erledigt das mit einer elektronischen Anlage. Damit die Gäste auch in der Saison 2015 viel Badespaß im Schönaubad haben, wird die Folie während der Saisonpause zunächst notdürftig geklebt.

Beckenfolie wird zunächst geklebt

Diese Arbeiten beginnen in den nächsten Wochen und werden etwa 10.000 Euro kosten. Die Investitionssumme ist bereits im Haushalt vorgesehen. Spätestens zur Eröffnung des Bassins am 1. Mai 2015 sollen die Arbeiten an dem maroden Schimmbecken abgeschlossen sein.
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