Neue Räume für Ahrensburger Tafel

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„Abschiedsfoto“ des Helfer-Teams auf dem Bargteheider Kirchengelände des Martin-Luther-Hauses mit der langjährigen Leiterin der Ausgabestelle und Tafel-Vorstandsmitglied Waltraud Giese (links) Foto: Giese
 
Der neue Tafel-Standort an der Hamburger Straße Foto: Giese

Ausgabestelle Bargteheide hat jetzt mehr Platz und bietet mehr Service

Von Manfred Giese
Bargteheide
Darauf haben die Mitarbeiter der Tafel-ausgabestelle Bargteheide wie auch ihre Kunden lange gewartet: Am Donnerstag, 4. August, um 15 Uhr wird die „Filiale“ der Ahrensburger Tafel mit geladenen Gästen eröffnet. Gleichzeitig wird ein neues tafeleigenes Kühlfahrzeug, das schon seit geraumer Zeit im täglichen Einsatz ist, seiner Bestimmung übergeben. Die erste Lebensmittel-Ausgabe am neuen Standort erfolgt am Freitag, 5. August, zur gewohnten Zeit von 15 bis etwa 16.30 Uhr. Damit sind die langjährigen, beengten Umstände im Kirchenbürogebäude der ev.-luth. Kirchengemeinde Bargteheide an der Lindenstraße beendet. Die neuen Räumlichkeiten sind nur 100 Meter entfernt vom bisherigen Standort in einem früheren Malergeschäft in der Hamburger Straße 7. Der entsprechende Mietvertrag für das mehr als 100 Quadratmeter große Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses läuft seit Anfang Juli. Den größten Teil der moderaten Miete trägt die Stadt Bargteheide, den Rest übernimmt die evangelische Kirche, die Tafel zahlt die monatlichen Nebenkosten. Tafelmitarbeiter nahmen in Eigenarbeit ergänzende Umbauarbeiten und vor allem die Einbauten einer gespendeten Ladeneinrichtung mit Regalen und Kühlmöglichkeiten vor, wie der Tafel-Vorsitzende Johannes Kelp aus Ahrensburg sagte. Kernstücke des neuen, lichtdurchfluteten „Tafel-Ladens“ sind der eigentliche Ausgaberaum (43 Quadratmeter), ein 30 Quadratmeter großer Lagerraum mit Kühlgeräten und ein kleiner Pausenraum mit Teeküche für die ehrenamtlichen Helfer. Die Warenanlieferung durch die fünf tafeleigenen Kühlwagen erfolgt bequem von der Gebäude-rückseite auf kurzem Wege direkt ins Lager. Der Ausgabetermin für die Nahrungsmittel bleibt unverändert, allerdings wird es ein verändertes Nummernsystem für die Ausgabe geben, von dem man sich außer anderen Erleichterungen auch kürzere Wartezeiten für die Tafelkunden erhofft.
„Unsere knapp 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter freuen sich auf die neue Ausgabestelle und die damit verbundenen besseren Arbeitsbedingungen“, so Waltraud Giese, seit 20 Jahren Leiterin des Bargteheider „Ladens ohne Kasse“ und seit 2002 Vorstandsmitglied der Ahrensburger Tafel: „Der evangelischen Kirchengemeinde Bargteheide sind wir sehr dankbar für gut zwei Jahrzehnte kostenloses Gastrecht in den kirchlichen Räumen.“ Am 1. März 1996 wurde die Ausgabestelle Bargteheide eröffnet. Die Kirchengemeinde stellt der Tafel seitdem für die wöchentliche Ausgabe stundenweise einen 40-Quadratmeter-Raum im alten Pastorat samt einer kleinen Garage als kurzfristige Lagermöglichkeit mit begrenzten Kühlmöglichkeiten zur Verfügung. Diese Kapazitäten waren schon vor Jahren an ihre Grenzen gestoßen und spätestens seit Beginn der Flüchtlingswelle im Frühherbst 2015 nur noch mit immensem persönlichem Mehraufwand beherrschbar. Gegenwärtig holen knapp 100 Bedürftige jeden Freitag für sich und ihre Familien die manchmal auch ausgesprochen hochwertigen Lebensmittel ab, so dass der Bargteheider „Tafel-Laden“ allwöchentlich weit mehr als 400 Personen unterstützt, wie Giese ausführte.

Soziales Engagement


In die monatelange intensive Suche nach größeren geeigneten Räumlichkeiten hatte sich seinerzeit auch Bürgermeister Henning Görtz eingebracht. Seit seinem Wechsel auf den Landratsposten Ende April ist Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth seitens der Stadt für die Koordinierung mit der Tafel zuständig. Die im Oktober 1995 in Ahrensburg unter dem ursprünglichen Namen „Stormarner Tafel“ gegründete soziale Einrichtung unterhält nach den Worten ihres Vorsitzenden Johannes außer in Bargteheide Ausgabestellen in Ahrensburg (seit November 1995), Rahlstedt/Großlohe (seit März 1998), Ammersbek-Hoisbüttel (seit Oktober 2014) und in Großhansdorf (seit Dezember 2014). Beliefert werden außerdem elf soziale Einrichtungen in der Schloss-Stadt, in Bargteheide sowie in den Stadtteilen Rahlstedt, Meiendorf und Volksdorf.
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