Neuer Kulturhaus-Chef

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Leif Erik Pöppel vor seiner neuen Arbeitsstätte Foto: cy

Der Lübecker Leif Erik Pöppel (25) leitet die Wassermühle und ist Archivar

Von Cetin Yaman
Trittau
Die Gemeinde hat einen Neuen für die Wassermühle. Leif Erik Pöppel übernimmt ab sofort die Leitung des Kulturhauses und ist in der historischen Spielstätte für die Koordination und Verwaltung sämtlicher Veranstaltungen zuständig. Das sind sowohl Veranstaltungen der Gemeinde als auch Gastspiele sowie Privatfeiern und Ausstellungen.
„Die Wassermühle als kultureller Veranstaltungsort läuft gut, ich will dafür sorgen, dass es so bleibt“, sagt der Lübecker. Der 25-Jährige ist auch als Amtsarchivar für die Ämter Trittau und Siek zuständig. Er tritt damit die Nachfolge von Oliver Mesch an, der den Posten aufgrund seiner Wahl zum Bürgermeister aufgab.

Pflege des Archivs als Hauptaufgabe


Pöppel ist 25 Jahre alt und hat gerade sein Studium der Archivwissenschaften beendet. Eine der Aufgaben des Lübeckers wird nach einer Einarbeitungsphase sein, alle Unterlagen aus der Verwaltung zu archivieren. Zudem wird der studierte Archivwissenschaftler sämtliche Veröffentlichungen, die zu den Ämtern Siek und Trittau erscheinen, sichten, bewerten und einen Teil davon aufbewahren.
„Etwa zehn Prozent kommt am Ende tatsächlich ins Archiv“, erläutert Pöppel. „Der Rest werde eingelagert.“
Doch bevor es soweit ist, werden die Unterlagen zwischen fünf bis zehn Jahre lang in der Registratur verwahrt. Wenn die Entscheidung für eine Archivierung fällt, werden diese Dokumente erschlossen, gesichert, umgepackt und archiviert. Dafür steht der Behörde eine eigene Software zur Verfügung, die alle wichtigen Daten sammelt.
Die Vorgabe, dass auch Gemeinden der Größe von Trittau eine hauptamtliche Archivierung haben müssen, ist relativ neu. Zuvor sammelten Bürger ehrenamtlich Dokumente und Bilder, die zu den Gemeinden des Amtes Trittau und Siek veröffentlicht worden. Doch der Aufwand ist mit der
Digitalisierung der Medien enorm gestiegen.

Private Archive sind wertvoll für Gemeinde


Trotz der Flut an Informationen sind für die historische Betrachtung der Orte im Amt die privaten Archive der Bewohner unersetzbar. Die Gemeinde sei laut Pöppel dankbar, wenn Trittauer, Großenseer oder Lütjenseer das Archiv der Gemeinde mit Dokumenten bereichern, die zum Beispiel aus dem Nachlass der Eltern oder Großeltern stammen.
„Vor allem Fotografien aus privaten Sammlungen übernehmen wir gerne“, sagt Pöppel. „Aufnahmen von Trittau oder Gebäuden aus dem Ort aus vergangenen Jahrzehnten haben große Bedeutung für uns.“
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