Neuer Platz für den TTC?

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Klaus-Peter Falk (l.) mit Hans-Jürgen Burmester auf dem Platz in Grönwohld

Gemeindevertreter für Fläche an der Krim

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Die mehr als 100 Mitglieder des Trittauer Tennis Clubs haben ein Grundstück für ihre neue Anlage in Aussicht. Auf ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Gemeindevertreter dem Antrag der SPD- und CDU-Fraktion zu, dafür eine 16.000 Quadratmeter große Fläche an der Straße zur Krim in Betracht zu ziehen. Die Gemeinde hat beim Neubau von Sportplätzen Mitspracherecht. Um vier neue Sandplätze und ein Sportlerheim zu errichten, braucht der Verein nur den vorderen Teil des Grundstücks, etwa 6.000 Quadratmeter.

Bodengutachten ist nötig

Nun muss die Gemeinde dem Bauvorhaben grünes Licht geben. „Baubeginn kann erst bei vorliegender Bauleitplanung sein“, sagt Bürgermeister Walter Nussel. Voraussetzung dafür sei das Bodengutachten, dass der Verein nun auf den Weg bringen muss, erklärt Klaus-Peter Falk. Der Lütjenseer Kaufmann folgt auf Hans-Jürgen Burmester als TTC-Vorstandsvorsitzender. „Das uns zugeteilte Gebiet ist sehr feucht. Vielleicht muss ein Bodenaustausch oder eine Bodenverdichtung stattfinden“, sagt Falk. Wie teuer das wird, ist offen.
220.000 Euro haben die Sportler für den Bau der Plätze und des Clubhauses anvisiert. Mehr als 100.000 Euro erhielten die Sportler bereits vom Kieler Unternehmen Bartels-Langness (Bela). Bela will ein Nahversorgungszentrum auf dem Schützenplatz errichten, dafür erhielten die Schützen auf dem Gelände des Tennisplatzes eine Ersatzfläche, die Tennis-Freunde wurden ausbezahlt.
Neben der Abfindung erhalten die Sportler noch 20.000 Euro Zuschuss vom Landessportverband. 10.000 Euro zahlen sie aus Eigenmitteln. „Den Rest werden wir durch Spenden und Eigenleistung finanzieren“, erklärt Falk.

TTC pochte auf Eigenständigkeit

Das Grundstück südlich der Möllner Straße, das auch „Doktorwiese“ genannt wird, gehört der evangelischen Gemeinde. Diese hat nach Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung bereits zugestimmt den Sportlern das Grundstück längerfristig und kostengünstig zu verpachten. Insgesamt 15 Vorschläge für Ausweichflächen diskutierte die Politik seit vergangenen Herbst. Nachdem sich die Mitglieder des TTC dagegen entschieden, sich der Tennis-Sektion des TSV Trittau anzuschließen, suchten Gemeinde und Verein nach brauchbaren Flächen.
Für die Sommersaison fand sich eine Übergangslösung. Die Spieler des 1968 gegründeten Clubs dürfen von April bis Oktober auf dem Gelände des Grönwohlder Tennisclubs trainieren.
Die finanzielle Herausforderung, die auf sie zukommt, sieht der Vorstand gelassen. „Wenn alles zu viel wird, müssen wir eben kleiner denken“, sagt Falk. Dann werde der Verein erst einmal nur drei Tennisplätze bauen.“
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