Neuigkeiten bei Stormini

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Viele fleißige Helfer kümmern sich in Hamberge um die Ausrichtung der Kinderstadt Stormini. Foto: H.-E. Jaeger

44 Plätze in der Kinderstadt gehen an Teilnehmer mit erhöhtem Förderbedarf

Von Hans-Eckart Jäger
Hamberge. Der Rundgang über das Gelände, das vom 24. bis 30. Juni zur Kinderstadt Stormini werden soll, hat Stormarns Kreispräsidentin Christa Zeuke (77) und Hamberges Bürgermeister Paul-Friedrich Beeck (65) hungrig gemacht. Sie holen sich jeder einen Teller leckere Spargelsuppe mit kleinen Fleischklößchen, die Beecks Ehefrau Marita gekocht hat. Dann setzen sie sich ein paar Meter von den Tennisplätzen des SV Hamberge entfernt an einen Tisch und sprechen über das Event des Jahres.
„Ich bin stolz auf meine Mitbürger“, sagt Landwirt Beeck, der seit sechs Jahren Verwaltungschef in der 1500-Einwohner-Gemeinde in Nordstormarn ist. Damals hat der Spargelbauer seine 19 Hektar großen Spargelfelder an seinen Sohn Matthias und an Schwiegertochter Wiebke übergeben und widmet sich seitdem ausgiebig um seinen Ehrenamt als Kommunalpolitiker. Vor drei Jahren hatte sich der Bürgermeister das Event in Bargteheide angeschaut. Damals reifte Beeck der Gedanke: „Ich fand, das war eine tolle Veranstaltung. Wenn ihr wollt, dann machen wir das auch“, sagte er damals zu den Kreisjugendring-Verantwortlichen. Unentgeltlich arbeiten bei dieser Aktion, die zum fünften Male veranstaltet wird (Ahrensburg/2008, Bargteheide/2009, Bad Oldesloe/2010, Bargfeld-Stegen/2011), 240 Mitarbeiter aus Hamberge und Umgebung. „Mit 30 Helfern haben wir bei den Vorplanungen angefangen, wir dachten schon, wir schaffen das nicht“, sagt Stormini-Koordinator Ansgar Büter-Menke. „Aber dann ging es immer weiter voran.“
Die Kinderstadt Stormarn ist ein Planspiel für Kinder von 9 bis 13 Jahren, bei dem verschiedene Jugend- und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Stormarn sowie Sponsoren wie die Sparkasse oder das Finanzamt mitwirken. Deren Lehrlingsleiterin Carmen Stahl sagt: „Wir wollen den Kindern beibringen, dass das Zahlen von Steuern eine gute Sache ist.“
In der siebentägigen Kinderstadt wird eine Zeltstadt errichtet, in der für 230 Kinder die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen einer realen Stadt vereinfacht nachgebildet und kindgerecht erlebbar gemacht werden. Die Kinder werden dabei an den Abläufen des Stadtspiels beteiligt und sie erfahren, wie sie selbst durch ihre Ideen und Handlungen das Miteinander gestalten können.
44 Plätze werden an Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf vergeben, denn der Schwerpunkt heißt Inklusion. „Die anzustrebende Integration dieser Kinder stellt für die anderen Teilnehmer des Projektes einen zusätzlichen positiven Lerneffekt dar und entspricht der gesellschaftlichen Realität von unterschiedlich begabten Kindern“, sagt Kreisjugendring-Geschäftsführer Uwe Sommer. „Stormini ist wie ein Virus. Wer infiziert ist, ist abhängig.“
Nächstes Jahr kehrt Stormini zum Ausgangspunkt Ahrensburg zurück, dann ist voraussichtlich Schluss mit der finanziellen Förderung. „Aber wir geben nicht auf“, verspricht Jan Hansen. Der Vorsitzende vom Kreisjugendring.
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