Niederdeutsche Bühne in der Krise

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Die Mitglieder des plattdeutschen Ensembles bei den Proben für ihr nächstes Stück „Bella Donna“ Foto: stb

Laientheater hat kaum Nachwuchs und zu wenige Zuschauer

Ahrensburg. Die Niederdeutsche Bühne kämpft um Mitstreiter und Zuschauer. Allein
in den vergangenen Jahren hat der Theaterverein, der plattdeutsche Stücke aufführt und seit 78 Jahren besteht, 40 Prozent seiner Zuschauer verloren. Von 486 Sitzplätzen des Alfred-Rust-Saals, der Stammbühne des Theaters, seien bei den Aufführen donnerstags im Durchschnitt 180 Plätze besetzt, freitags 270. „Immer weniger Menschen reden platt.“ Für Bühnenleiterin Andrea Rühling ist das ein Grund, warum weniger Menschen die Aufführungen besuchen. Auch das Ensemble der Niederdeutschen Bühne wird immer kleiner, hat zudem Nachwuchssorgen. Insgesamt 87 Mitglieder gehören dem Verein an, nur drei von ihnen sind zwischen 25 und 45 Jahre alt.
„Uns fehlen vor allem männliche Darsteller im Alter von fünfundzwanzig bis fünfundvierzig Jahren“, sagt Andrea Rühling. Zudem haben wir kaum Inspizienten, die hinter der Bühne die Schauspieler zu ihren Auftritten rufen. Durch die Besetzungsprobleme müsse dieses Jahr auch das Weihnachtsstück ausfallen.
„Mit der Freiverkaufsaufführung am Freitag, 8. November, will der Verein versuchen, wieder mehr Publikum, das auch jünger ist, ins Theater zu locken. Karten kosten ab 7 Euro.
Zumindest finanziell ist die Bühne für die nächsten drei Jahre abgesichert. „Dem jährlichen Zuschuss an die Niederdeutsche Bühne von 10.000 Euro wurde zugestimmt“, so Stadtsprecher Andreas Zimmermann. Wer Lust hat, bei der Niederdeutschen Bühne mitzumachen, meldet sich bei Andrea Rühling (04102/ 592 53). (stb)
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