Niklas hat große Pläne

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Niklas Krüger mit einem Wasserkrug in der Hand. Damit auch Menschen in Katastrophengebieten davon genug bekommen, sammelt der Abiturient Geld für eine Wasserfiltrationsanlage Foto: stb

Abiturient sammelt Geld für eine Wasseraufbereitungsanlage

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Schon als Schüler interessierte sich Niklas Krüger für die Themen Wasserknappheit und Nachhaltigkeit. Nun hat der 19-Jährige seit einigen Wochen sein Abi in der Tasche und kümmert sich um ein groß angelegtes Hilfsprojekt.
„Ich habe einen Bericht über Einsatzorte von Hilfsorganisationen gesehen“, erinnert sich Niklas. Dies brachte ihn auf die Idee, selbst eine Spendenaktion beim Deutschen Roten Kreuz zu starten. Von Spendengeldern will der Ahrensburger eine Wasseraufbereitungsanlage kaufen, die Zehntausenden Menschen in Schwellenländern oder Kriegsgebieten sauberes Trinkwasser liefert.
Abiturienten spendeten
Während seine Mitschüler noch mitten im Lernstress-Stress steckten, kam ihm eines Morgens die Idee, wie der Abi-Ball nicht nur zum Feiern, sondern auch für einen guten Zweck genutzt werden könnte. Viele seiner Mitschüler spendeten auf dem Abiball der Selma-Lagerlöff-Schule für den guten Zweck. Auch Abiturienten von anderen Schulen im Umkreis ließen sich von Niklas‘ Aktion begeistern. So wurden auch bei Abi-Bällen und Entlassungsfeiern des Gymnasium am Heimgarten, der Stormarnschule sowie des Emil-von-Behring Gymnasium Spenden gesammelt.
3500 Euro gesammelt
3500 Euro hat der Abiturient so bereits für die 15.000 Euro teure Aufbereitungsanlage zusammen bekommen. Das ist ein besonderes Angebot des Unternehmens Berkefeld aus Celle, das Wasseraufbereitungsanlagen herstellt und von Niklas’ Spendenidee überzeugt ist. Sie boten ihm ein Modell aus ihrer Produktpalette mit einem Preisnachlass von über 8.000 Euro an. „Die Filtrationsanlage reinigt in einer Stunde 4.000 Liter Wasser. Sie kann rund 10.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen“, berichtet Niklas von dem Modell. Ihm schwebt Großes vor. „Ich könnte mir langfristig auch vorstellen, Projekte zum Thema Nachhaltigkeit in Schwellenländern zu unterstützen“, so der angehende Elektrotechnik-Student.

„Ich hoffe, dass auch
regionale Unternehmen das Hilfsprojekt unterstützen“
Niklas Krüger
„Ich hoffe, dass auch regionale Unternehmen das Hilfsprojekt unterstützen“, sagt Niklas. Dann könnte die ein bis zwei Europaletten große Anlage gekauft und dem Deutschen Roten Kreuz gespendet werden.
Das Projekt habe außerdem keine Frist, sodass Nachfolgejahrgänge seiner Schule die Spendenaktion übernehmen könnten, wenn das Geld nicht zusammen kommt. „Wenn mehr gespendet wird als wir brauchen, kommt das überschüssige Geld einem langfristigen Wasserprojekt in Somalia zu Gute“, versichert Niklas.
u Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft:
Kontonummer: 41 41 41,
Bankleitzahl: 370 205 00, Stichwort: Abi 2013 Aktion
Wasseraufbereitung
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