Nordkirche feiert in Siek

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Hans-Joachim Wendt, Christian Schack, Ulrike Röhr, Christiane Wendt, Alexander Kunkel und Peter Koll Foto: bm
 
Das Fest wird rund um die Friedenskirche gefeiert Foto: bm

Musik, Mitmachaktionen und Prominenz bei Erntedankfest am 4. Oktober rund um die Friedenskirche

Von Birgit Maurer
Siek
Dem kleinen Ort Siek steht ein großes Fest ins Haus: Am Sonntag, 4. Oktober, wird in und um die Friedenskirche das Landeserntedankfest gefeiert. „Wir waren sehr stolz, als Anfang des Jahres die Anfrage kam“, so Gemeindepastor Christian Schack. Seitdem laufen die Planungen und es wurde federführend durch Alexander Kunkel ein buntes Programm organisiert. Kunkel ist Eventmanager und organisiert für die Kirchengemeinde das Fest ehrenamtlich.
Das Landeserntedankfest beginnt um 10 Uhr mit einem großen Umzug ab Bürgerwiese (gegenüber Edeka). Voran getragen wird die große Erntekrone, die derzeit von der Landjugend in Rethwisch gebunden wird. Es folgen die Ehrengäste wie Probst Hans-Jürgen Buhl und Bischöfin Kirsten Fehrs. Viele Vereine und Verbände sowie Firmen steuern bunte Erntewagen bei. Musikzüge und eine Jazzband sind dabei, ebenso die Feuerwehren sowie die Pferdeformation „Doma Classica“. „Wir werden nicht nur zusehen, sondern auch zu sehen sein“, freut sich Pastor Schack, denn neben der Musik und dem Pferdegetrappel fahren auch historische Trecker und andere Landmaschinen mit. Ziel ist die Friedenskirche, in der ab 11 Uhr der Erntedankgottesdienst gefeiert wird. Da viele Gäste erwartet werden, wird zusätzlich ein Zelt aufgestellt, in das der Gottesdienst übertragen wird. Bischöfin Kirsten Fehrs nimmt gemeinsam mit Pastor Schack am Kirchenportal die Erntekrone von der Landjugend entgegen. Die Predigt hält die Bischöfin, die um 14 Uhr auch noch einen Kindererntedankgottesdienst feiert. Grußworte sprechen Minister Dr. Robert Habeck, Landesbauernpräsident Werner Schwarz und Ulrike Röhr, Vizepräsidentin des Landesfrauenverbandes Schleswig-Holstein. Nach dem Gottesdienst wird gegen 12 Uhr die Festwiese eröffnet. Im Festzelt gibt es Musik und Vorführungen. Zur Stärkung gibt es Suppe und Landfrauenkuchen.
Vereine präsentieren sich hier, unter anderem der Nabu, die Kitas mit selbst gemachten Marmeladen, der Bauernverband und der Landfrauenverband.
„Wir freuen uns darauf, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen“, sagt Christina Wendt, Mitglied im Landfrauenverband. Der Preisverfall bei der Milch und beim Schweinfleisch seien beispielsweise Themen, über die man sprechen kann. Außerdem wird das „Heimatkochbuch Stormarn“ präsentiert. Der Bauernverband möchte anlässlich des „Jahr des Bodens“ über die fruchtbare Erde Schleswig-Holsteins und Getreidearten informieren.
Auf dem Gelände des Pastorats können die Kinder kreativ werden. Alexander Kunkel hat ein Modell der Friedenskirche gebaut, um das herum die Kleinen ihr Dorf gestalten können. Die Ergebnisse werden später in der Kirche ausgestellt. Ein Schmied zeigt den Kindern die Schmiedekunst, außerdem können sie Erntekränze binden, Kürbisse schnitzen und Brot kneten. „Mein persönliches Highlight ist der „Nicht-den-Boden-berühren“-Parcours und die Stroh-Hüpfburg“, verrät Pastor Schack.
Wegen des Umzugs und er erwarteten 3000 Besucher darf rund um die Kirche nicht geparkt werden. Parkraum ist im Gewerbegebiet Jacobsrade bei den Firmen Dehner, Lidl und Wesemeyer vorgesehen. Von dort gibt es auch einen Shuttleservice.

Historie:
Dank für die Ernte wurde schon in vorchristlicher Zeit und seit dem 3. Jahrhundert in der christlichen Kirche gefeiert. Das Fest findet am ersten Sonntag nach Michaelis statt. Landeserntedankfeste gibt es mindestens seit 1945. Sie werden wechselnd in den verschiedenen Sprengeln gefeiert. Das letzte Erntedankfest in Stormarn fand 2008 in Bargteheide statt. Im letzten Jahr war Glücksstadt dran. (bm)
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