Parkplatzchaos

Anzeige
Hat einen Platz ergattert: Claudia Finke aus Ammersbek ist Hamburger Verhältnisse gewohnt, daher ist es für sie akzeptabel, auch in Ahrensburg für einen Parkplatz zu zahlen. Foto: hs

Kaum kostenfreie Abstellmöglichkeiten, Bewohner verärgert

Von Halina Schmidt
Ahrensburg. Die Suche nach einem Parkplatz ist in der Schlossstadt immer mit Stress verbunden. Kostenlose Möglichkeiten, sein Auto abzustellen, gibt es kaum noch. Und: Die Gebühren stören auch viele Autofahrer. „Ich finde es einfach ärgerlich, immer Parkgebühren zahlen zu müssen“, sagt Astrid Leptien. Auch das Ehepaar Paltins ist sich einig: „Die Parksituation ist sehr unbefriedigend. Überall muss man bezahlen, auch wenn man nur kurz hält.“ Gerade an Markttagen ist selbst der kurze Halt im Zentrum unmöglich. „Es ist eine Katastrophe“, ärgert sich Thomas Duplang. Der letzte kostenfreie Parkplatz an der Alten Reitbahn wurde im November 2011 gebührenpflichtig. Ein Tagesticket kostet zwei Euro. Zuviel finden zahlreiche Autofahrer.
Andererseits ärgern sich die Mitarbeiter einiger Einrichtungen in der Schlossstadt über die immer dreisteren Falschparker. So haben die Mitarbeiter des Peter-Rantzau-Hauses ständig Probleme. Nur drei der sieben Parkplätze vor der Einrichtung an der Manfred-Samusch-Straße sind öffentlich, zwei sind für die Mitarbeiter und drei für Menschen mit Handicap reserviert. Dennoch sind alle ständig besetzt. „Das ist schon ein großes Problem“, sagt Annette Maiwald-Boehm, Leiterin des Peter-Rantzau-Hauses. Besonders in der letzten Zeit, als die Tiefgarage mit ihren 25 Stellplätzen für drei Monate geschlossen war, wurde das Problem noch stärker als zuvor.
Die Bewohner und Pendler sind verärgert: In Ahrensburg sind Parkplätze Mangelware, vor allem die für Kurzparker und kostenlose. Zudem gibt es immer mehr Falschparker, zum Beispiel am Peter-Rantzau-Haus.
Da dort die Behindertenparkplätze ständig blockiert waren, hatten die älteren und gehbeeinträchtigten Besucher des Hauses oft keine Möglichkeit, an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Auch auf der Grünfläche neben dem Peter-Rantzau-Haus wird unrechtmäßig geparkt, die Fläche ist durch die Falschparker inzwischen zerfurcht. „Wir würden darum bitten, dass dort eine umlegbare Schranke eingerichtet wird“ sagt Hajo Grimm, Awo-Vorstandsmitglied, der Träger des Peter-Rantzau-Hauses. Grimms Erklärungen dafür: Zum einen seien es die Kosten, aber auch die Bequemlichkeit der Fahrer. „Wir haben viele Parkplätze, die nicht genutzt werden“, sagt Hajo Grimm. Stattdessen würden die Autofahrer häufig in den Nebenstraßen parken, um Gebühren zu sparen oder einen längeren Fußweg zu vermeiden. „Was fehlt, ist die Möglichkeit, kurz zu parken“, sagt Hajo Grimm. Es gibt aber auch positive Stimmen.
„Ich komme alle zwei Wochen hierher und finde meist einen Parkplatz“, sagt die Ammersbekerin Claudia Finke. Die Gebühren findet sie akzeptabel: „Ich bin sonst Hamburger Preise gewohnt.“ (hs)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige