Perfektes Storchenjahr

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Foto: thinkstock

Störche verlassen ihr Sommerquartier in Bargfeld-Stegen

Bargfeld-Stegen. „Das war ein Super-Storchenjahr“, sagt Andreas Hack, der NABU-Gebietsbetreuer für den Bereich Stormarn Süd-Ost aus Steinburg. „Wir blicken auf eines der erfolgreichsten Jahre seit fast einem halben Jahrhundert zurück.“
Doch nun neigt sich der Sommer seinem Ende zu und die Störche zieht es wieder in den Süden. Die meisten wählen den Weg über Gibraltar nach Afrika, die anderen fliegen über den Bosporus und weiter Richtung Südafrika. Manche sind 12.000 Kilometer unterwegs, um dort zu überwintern.
„Insgesamt waren bei uns 30 Nester mit einem Paar besetzt, sechs mehr als letztes Jahr.“ Bargfeld-Stegen meldete sogar sechs Storchenpaare, alle mit erfolgreicher Aufzucht. Damit ist der Ort neben Bergenhusen das zweite „Storchendorf“ in Schleswig-Holstein. Das durchwachsene Wetter ab der zweiten Maihälfte und die damit verbundene gute Nahrungsgrundlage waren für die Störche nahezu optimal, um erfolgreich Nachwuchs aufzuziehen. Mit 50 ausfliegenden Jungstörchen wurde das zweitbeste Ergebnis seit 1971 erzielt.
Das ist erstaunlich, zumal in den letzten Jahren viele Wiesen in Maisacker umgewandelt wurden und eigentlich damit viel an Nahrungsgrundlage verloren ging. Durch die unterschiedlichen Erntemöglichkeiten sind die Landwirte aber nicht so sehr an die Jahreszeit gebunden, es kann mehrfach geerntet werden. Auch in diesem Jahr werden Stormarns Storchenbetreuer Andreas Hack und Kerstin Kommer wieder eine Kontroll- und Instandhaltungstour unternehmen. Sie werden zehn bis zwölf Nester aufsuchen. Dabei wird das stark verdichtete Nistmaterial von den Horsten abgetragen und mit Holzhackschnitzeln befüllt.Die Unterkonstruktion wird auf ihre Tragfähigkeit geprüft und es werden eingeschleppte Fremdkörper entfernt (jae)
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