Perspektive gesucht

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Die Mitglieder des Kulturrings bei ihrer Jahreshauptversammlung, wo sie das Programm für die kommende Saison vorstellten Foto: cs

Kulturring: Sicherheit bei Terminen und Finanzen gefordert

Bargteheide. „Wir wollen nicht länger der Spielball zwischen den Interessen sein“, sagte Manfred Kutsche, Vorsitzende des Kulturrings auf Jahreshauptversammlung in der vergangenen Woche. Gemeint ist die vertraglich nicht eindeutig geregelte Situation zwischen dem Kulturring, der Stadt und den verschiedenen Mietern des Kleinen Theaters. Seit Jahren gibt es Streitereien um die – für alle Kulturschaffenden – wichtigen Wochenendtermine.
„Es mangelt uns an planbarer Sicherheit“, so Kutsche, der deutlich macht, dass er für den Kulturring so keine Zukunft mehr sieht. „Bargteheide lobt sich als Kulturstadt, doch es reicht nicht aus, diese Arbeit von Ehrenamtlern machen zu lassen.“ Die Stadt unterstützt den Kulturring jährlich mit einem Zuschuss von 19.000 Euro, dazu kommen 4.000 Euro Verlustausgleich. Für das Jahr 2013 lag der Verlust bei knapp 900 Euro. Doch die Gelder werden von der Stadt relativ kurzfristig bewilligt, was eine frühzeitige Planung für den Kulturring unmöglich macht. Auch die Vergabe der Wochenendtermine erfolgt nach Kutsches Ansicht viel zu spät.
„Wir müssen uns Künstler früh sichern können, um weiterhin ein finanzierbares und abwechslungsreiches Programm zu bieten“, so der Kulturschaffende. Das sei unter diesen Voraussetzungen nicht möglich. Diese Forderungen hat Kutsche bereits Ende vergangenen Jahres an die Stadt gerichtet, bislang ohne Ergebnis. „Ich wünsche mir eine faire Zusammenarbeit“, erklärt er. Ist dies für die Zukunft nicht gegeben, denkt der Vorsitzende, der seit 20 Jahren die Wege des Kulturrings ehrenamtlich leitet, ernsthaft übers Aufhören nach.
Die rückläufigen Mitgliederzahlen, bei 300 Mitgliedern 40 Austritte und nur 27 Eintritte, sowie die schwierige Lage, Nachwuchs für die Führungsebene zu finden, unterstreichen die brenzlige Situation.
Trotz aller Hindernisse gelang es dem Vorstand, auch für die kommende Theatersaison 2014/2015 wieder ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Los geht es mit „Einsteins Verrat“ am 29. September. Es folgen weitere Highlights wie Passion de Buena Vista (26.10.), Ballett Jekaterinburg (11.10.2015), The King´s Speech (23.2.2015) sowie Der Hundertjährige (19.3.2015). Die Beitragssätze bleiben mit 36 Euro für Erwachsene, 99 Euro für Familien und 16,50 Euro für Jugendliche für diese Saison konstant. (cs)
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