Plan: 26 Sozialwohnungen am Alten Sportplatz

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Auf der Wiese neben dem Abenteuerspielplatz will die Neue Lübecker drei Wohnblöcke mit 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen bauen Foto: cs
Bargteheide. Der Bedarf für bezahlbaren Wohnraum ist groß, und er wird in den kommenden Jahren noch steigen. „Wir haben momentan über 100 Personen auf der Warteliste für öffentlich geförderten Wohnraum“, so Bürgermeister Henning Görtz. Um dieser Situation Rechnung zu tragen, führt die Stadt seit Monaten Gespräche mit verschieden Investoren über unterschiedliche Standorte. Noch im Frühjahr war eine Fläche im Neubaugebiet an der Kornmühle im Gespräch. „Der Standort besteht weiterhin, nur gibt es derzeit keine Bauinteressenten dafür“, erklärt Görtz. Generell sei es seit Jahren schwierig, Investoren für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu finden. Erst eine neue Förderrichtlinie, die seit Anfang des Jahres greift, mache das Geschäft für Investoren wieder lukrativer.
Umso größer die Freude über das Interesse der Neuen Lübecker Baugenossenschaft. Das Unternehmen legt am Donnerstag,
29. August, im Haupt- und Sozialausschuss ein Konzept für den Bau von Sozialwohnungen am Standort Alter Sportplatz 36 vor. Ginge es nach der Genossenschaft, könnten auf dem zirka 2.800 Quadratmeter großen Gelände in absehbarer Zeit 26 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. „Das würde zwar den Bedarf nicht decken, doch es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so der Bürgermeister.
Während der Quadratmeterpreis auf dem freien Wohnungsmarkt bei etwa 9,50 Euro liegt, soll der Quadratmeter bei den Wohnungen 5,50 Euro kosten. Um das zu gewährleisten, sieht das Konzept den Kauf des städtischen Grundstücks zu einem Quadratmeterpreis von
105 Euro vor. Einen höheren Preis lässt die Wirtschaftlichkeit des Projekts laut Baugenossenschaft nicht zu. Damit läge der Grundstückspreis 135 Euro unter dem errechneten Wert des Gutachterausschusses des Kreises. Die Stadt müsste daher den Grundstückspreis indirekt mit einem Betrag von 378.000 Euro subventionieren, um dieses Wohnungsbau-Projekt realisieren. „Es ist gängig, dass sich Kommunen an solchen Projekten beteiligen“, sagt Görtz. Ein Verkauf des Grundstücks unter Wert sei eine Form der Beteiligung. Außerdem sichere sich die Stadt das Recht, drei potentielle Mieter vorzuschlagen, von denen einer genommen werden muss.
Für die Neue Lübecker ist der Standort optimal, da sie in der Nähe über weitere Wohnungen verfügt. Geplant sind drei Dreigeschossige Wohnblöcke mit zwei bis vier Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungsgrößen sollen von 50 bis 95 Quadratmetern reichen. „Bevor der erste Bagger rollt, muss erst noch der Bebauungsplan geändert werden“, sagt Görtz. (cs)
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