Plan für 20 Wohnungen

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Das Gebäude des ehemaligen Klinikums an der Manhagener Allee steht seit Monaten leer. Nun gibt es einen Investor: Matthias T. Bernhard, Geschäftsführer der SIG, will dort Wohnungen bauen.Fotos: hs

Investor erhält bei seinem Bauvorhaben strenge Vorgaben

Von Halina Schmidt
Ahrensburg. Die ehemalige Klinik hat mit ihrer Fassade, auf der das Wandgemälde des Künstlers Hans-Christian Koglin zu sehen ist, lange das Bild der Manhagener Allee geprägt.
Im April letzten Jahres war sie geschlossen worden, und nachdem auch die ansässigen Ärzte eine neue Heimat für ihre Praxen gefunden hatten, steht das Gebäude seit Monaten komplett leer, ein Zaun wehrt neugierige Besucher ab.
Jetzt soll es, ebenso wie die auf dem Grundstück befindliche ehemalige Rettungswache, abgerissen werden. Die Sparkassen Immobiliengesellschaft Holstein (SIG) will auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück 20 Wohnungen bauen.
Der Baubeginn war für das Frühjahr 2013 geplant, doch jetzt hat der Bau- und Planungsausschuss beschlossen, dass zunächst ein Bebauungsplan erstellt werden muss. Dies könnte den Start der Bauarbeiten um mehrere Monate, im schlimmsten Fall sogar um Jahre verzögern. Nach Erstellung des Bebauungsplans würde der Entwurf öffentlich ausgelegt werden, dann könnten Anwohner Einsprüche erheben. Diese müssten geprüft, der Bebauungsplan gegebenenfalls geändert und dann wieder öffentlich ausgelegt werden. Das kann dauern. Jörg Hansen, der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschuss, begründet die Entscheidung, damit, dass man die Regeln ein bisschen enger setzen wolle, da der Investor sonst zu viele Freiheiten hätte. Da das umliegende Gebiet schon bebaut sei, müsse man darauf achten, dass sich die Neubauten in den Hintergrund der Umgebung einfügen. „Man möchte verhindern, dass in dem Gebiet ein Bau entsteht, der da nicht hinpasst“, erklärt Jörg Hansen.
Matthias T. Bernhard, Geschäftsführer der SIG, zeigte sich von der Entscheidung des Ausschusses überrascht. Ursprünglich sei mit der Stadt besprochen worden, das Projekt ohne den langwierigen Prozess eines Bebauungsplans zu realisieren. „Ich habe keine Idee, warum das entschieden worden ist“, so Matthias Bernhard.
Bei einem vorherigen Projekt der SIG in der Hansdorfer Landstraße hatte die Realisierung des Bauprojekts vier Jahre gedauert. Er könne die Bedenken des Investors verstehen, so Jörg Hansen vom Bau- und Planungsausschuss. Und er beruhigt: „Ich gehe aber ganz sicher davon aus, dass es diesmal nicht so lange dauern wird.“ (hs)
„Man möchte verhindern, dass in dem Gebiet ein Bau entsteht, der da nicht hinpasst“, erklärt Jörg Hansen. Lesen Sie weiter auf Seite 3.
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