Politik stimmt doch gegen Blaues Haus

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Das bisherige Blaue Haus. Hier werden Grundschulkinder nach Unterrichtsschluss betreut Archivfoto: bm

Schulverbandsvorsitzende ist über Kurzsichtigkeit der Entscheidung entsetzt

Trittau Nach vielen Beratungen zum Neubau eines weiteren Blauen Hauses, abgeschlossenen Verträgen mit Personal und Eltern, Planungskosten von 25.000 Euro und einer Satzungsänderung votierte die Mehrheit des Schulverbandes auf seiner letzten Sitzung vergangene Woche gegen die Einstellung der erforderlichen Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro in den Haushalt des Schulverbandes. „Ich bin total entsetzt über die Kurzsichtigkeit der Entscheidung“, so Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz. Das sei die Aufhebung der Solidargemeinschaft. Niemand hätte an das Wohl der Kinder und das der berufstätigen Eltern gedacht. Auch Bürgermeister Oliver Mesch sorgt sich um die Eltern: „Die Entscheidung ist nach der Vorgeschichte nicht rational nachzuvollziehen. Es gilt jetzt auch, Panik bei Eltern, Kindern und pädagogischem Personal zu vermeiden.“ Der Schulverband sei, unabhängig von einem Neubau, in der Pflicht, für Räume zu sorgen, um die Gruppen zu betreuen, die im nächsten Jahr nicht mehr provisorisch untergebracht werden können. „Das pädagogische Personal hat der Schulverband eingestellt, Betreuungsverträge mit den Eltern geschlossen, die Kinder sind in der Betreuung. Hinzu kommen auch viele Neuanmeldungen. Dafür müssen und werden wir eine Lösung erarbeiten“, betont Mesch.
Ohne die Haushaltsmittel liegen die Planungen erstmal auf Eis. „Ich weiß noch nicht, wie wir das machen“, so Agatz. Zunächst wird geprüft, ob es eine Verlängerung der Aufstellungsgenehmigung für die gelben Container vom Kreis geben wird. Das Provisorium war nur bis zum Sommer genehmigt. Zudem brauchen die Schulen ihre Klassenräume, die jetzt zum Teil benutzt werden, wieder selbst. Und auch erst in einem Nachtragshaushalt könnte die Entscheidung revidiert werden, auf jeden Fall erst 2016. (bm)
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