Projekt ist auf dem Weg

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Auf der Fläche an der Bahnhofstraße neben dem Seniorendorf soll bis 2018 die neue Feuerwehrwache entstehen Foto: Schlie
 
Der Anbau für die größeren Fahrzeuge ist aus dem Jahr 2007. Alle anderen Bereiche der Wache entsprechen nicht mehr den vorgeschriebenen Sicherheitsstandards Foto: Schlie

Bargteheide investiert sechs Millionen Euro in neue Feuerwache

Von Christina Schlie
Bargteheide
Seit mehr als drei Jahren beschäftigt der Neubau der Bargteheider Feuerwehrwache die Stadtverwaltung. Wie es aussieht, wird es jetzt konkret. Lange Zeit war die Standortfrage Kern der Überlegungen. „Wir haben ein passendes Gelände gefunden“, sagt Bürgermeister Henning Görtz. Dabei handelt es sich um die unbebaute Fläche an der Bahnhofstraße neben dem Seniorendorf. Das Gelände teilt sich in zwei Grundstücke, die alteingesessenen Landwirten gehören. Die erste Fläche hat die Stadt bereits erworben. „Für das zweite Grundstück stehen wir in guten Verhandlungen mit dem Eigentümer“, so Görtz. Zuvor wurden Flächen im Gewerbegebiet und das ehemalige Russmeyer-Grundstück an der Hamburger Straße (ehemals B 75) in Betracht gezogen.
„Das Grundstück an der Bahnhofstraße ist ideal, zentral gelegen und bietet ausreichend Platz, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein“, findet Maik Kortmann, stellvertretender Gemeindewehrführer. Insgesamt haben die beiden Grundstücke eine Fläche von 24.000 Quadratmetern. Davon werden zukünftig 10.000 Quadratmeter von der Bargteheider Feuerwehr belegt, 4.000 Quadratmeter gehen an die Frank-Gruppe, die die Erweiterung des Seniorendorfes plant. Die verbleibende 10.000 Quadratmeter Fläche dienen als Zuwegung und als Parkplatz für das Schulzentrum. „Somit können wir gleich mehreren aktuellen Themen gerecht werden“, sagt Görtz. Der demografische Wandel lässt den Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum kontinuierlich steigen und die Parkplatzsituation rund um das Schulzentrum ist seit Jahren schon ein Problem.

Nicht auf dem aktuellen Stand


Die Feuerwehrwache am „Alten Sportplatz“ besteht seit den 1970iger Jahren, 2007 wurde dort zum letzten Mal eine Garage angebaut. „Der Aufbau der Wache entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, sagt Bürgermeister Henning Görtz. Dass sich die Feuerwehrmänner im Bereich der Fahrzeuge umziehen müssen, ist heute verboten. Doch die Raumsituation gibt keine separate Umkleide her. Auch die Unterbringung des Drehleiter-Fahrzeugs und das Tor entsprechen nicht mehr den heutigen Standards. Die Einsatzfahrzeuge sind im Laufe der Jahre immer größer geworden, die meisten Gebäude erfüllen die Sicherheitsstandards nicht mehr. Mit dieser Problematik beschäftigen sich im Kreis Stormarn zahlreiche Feuerwehren. Bestehende Wachen haben Bestandsschutz, doch langfristig besteht Handlungsbedarf. „In Ahrensburg denkt man über eine komplette Neuorganisation des Feuerwehrwesens nach. Dabei wird ein Neubau sowie die Verlegung einer der drei Wachen in die Überlegungen mit einbezogen“, weiß Kreiswehrführer Gerd Riemann. In Bargteheide hat man anfangs auch über Modernisierung nachgedacht. „Wir haben einen Umbau der alten Wache zu den heutigen Anforderungen geprüft“, erzählt Görtz. „Das würde zwei Millionen Euro kosten und wäre damit im Vergleich überhaupt nicht verhältnismäßig.“ Der Neubau der Wache ist mit zirka sechs Millionen Euro im Haushalt veranschlagt, eingeschlossen der Grunderwerb sowie die Planungs- und Baukosten. Sobald die Kaufverhandlungen für das zweite Grundstück abgeschlossen sind, wird der Bebauungsplan aufgestellt. Angedacht sind zwei Zufahrtswege, um eine gefahrenlose An- und Abfahrt zu sichern. Noch in diesem Jahr sollen der Architektenwettbewerb und die Planungen erfolgen. Baubeginn ist 2017, Fertigstellung 2018, so der Plan. „Es ist mir ein Anliegen, das Projekt auf den Weg zu bringen, schließlich baut man nicht alle Tage eine neue Feuerwache“, sagt Henning Görtz, der ab Ende April in den Job des Landrats im Kreis Stormarn wechselt.

Weitsicht ist beim Konzept gefordert


Auch auf Seiten der Feuerwehr sieht man dem Neubau mit Spannung entgegen. „Das ist ein Großereignis“, findet Maik Kortmann und fordert Weitsicht. „Wir müssen die Entwicklungen der Feuerwehr in den kommenden 40 bis 50 Jahren in unsere Überlegungen einbeziehen“, sagt der 37-Jährige. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Wehrführung, Fraktionen und Verwaltung arbeitet seit zwei Jahren zusammen, um ein passendes Konzept zu entwickeln. Auch mit dem späteren Architektenbüro ist ein intensiver Austausch vorgesehen. Für die alte Wehr gibt es ebenfalls Pläne. Eine Möglichkeit wäre Grundstück und Gebäude an den Kreis zu verkaufen. „Der Katastrophenschutz könnte seine Einsatzfahrzeuge dann dort zentral unterstellen“, so Görtz. Der Kreis denkt aktuell jedoch über den Neubau einer Wache am Autobahnkreuz nach. Auch der Bau von Wohnungen sei nach Ansicht Görtz denkbar. Schade nur, dass man dann die Garage von 2007 abreißen müsste, so der Bürgermeister.
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