Protest gegen Mastbetrieb

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In einem Mastbetrieb (Symbolbild) leben Schweine auf engstem Raum Foto: thinkstock

Hoisdorfer Initiative sammelte über 900 Unterschriften

Von Cetin Yaman
Hoisdorf. Nachdem die Pläne von Landwirt Jörg Elbers öffentlich wurden, am Wastenfelder Redder eine Schweinemastanlage mit 1.460 Tieren zu errichten, ist die Gemeinde gespalten. Mehr als 900 der 3.456 gemeldeten Hoisdorfer machten ihren Protest gegen die Baupläne nun öffentlich. Die Mappe mit den gesammelten Unterschriften gegen das Projekt übergaben Vertreter der Initiative vergangene Woche auf der Gemeindevertretersitzung Bürgermeister Dieter Schippmann (Wählergemeinschaft DGH).
Doch auch wenn mehr als ein Drittel der Bevölkerung gegen den Bau einer Schweinemastanlage ist, bleibt offen, ob das Vorhaben dadurch kippt.
Und auch die Gegner des Projektes sind nicht prinzipiell gegen Viehwirtschaft in ihrem Ort. Renate Keller betont, dass sie lediglich gegen Massentierhaltung sei. Nicolette Kluge fragt sich, warum Landwirte überhaupt Anlagen dieser Größe benötigen, um wirtschaftlich zu arbeiten. Einen Biohof so wie Günter Fielmann einen in Lütjensee betreibt, findet sie vertretbarer. Wolfgang Andresen, Vorsitzender der CDU-Fraktion befürchtet: „Die geplante Anzahl an Mastplätzen kann auch erst der Anfang sein und dann kontinuierlich gesteigert werden. Das ist kein geeigneter Betrieb für einen Ort im Speckgürtel von Hamburg“, sagt er. Die Gegner kritisieren unter anderem den Einsatz von Gülle und fürchten Geruchsbelästigung. Auch das Grundwasser könnte dadurch belastet werden. Bei einem Betrieb dieser Größe erwartet Wolfgang Andresen auch eine Verkehrszunahme.
„Die Straße muss für diesen Verkehr ausgebaut werden“, sagt er. Die Kosten dafür sollte seiner Meinung nach allein der Bauherr tragen. Damit soll eintreten, was einige Gegner der Schweinemast hoffen. Dass der Bauer sein Vorhaben aufgrund zu hoher Kosten aufgibt.
Mit der Erweiterung seines Betriebs will Jörg Elbers seinem Sohn, der sich derzeit in der Ausbildung befindet, eine Perspektive ermöglichen. Der bisherige Hof den der gebürtige Hoisdorfer von seinen Eltern übernahm liegt neben einem Naturschutzgebiet und ist nicht erweiterbar.
Derzeit wird der Antrag des Landwirtes von der zuständigen Bauaufsicht des Kreises geprüft. Wenn er genehmigt wird, könnten die Bauarbeiten beginnen.
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