Rathausplatz soll schöner werden

Anzeige
Nächstes Jahr feiert Ahrensburg 700. Geburtstag. Ob der Rathausplatz dann schicker ist?

Wählergemeinschaft macht Vorschläge – mit Blick auf die 700-Jahr-Feier in 2014

Ahrensburg. Viel Beton, kaum Grün, abgewetzte alte Bänke. Der Rathausplatz ist für viele Ahrensburger ein Schandfleck. Auch die dort ansässigen Händler wünschen sich eine Veränderung. Jetzt unternimmt die Wählergemeinschaft einen Anlauf gegen die Tristesse - vielleicht gerade rechtzeitig zum 700. Geburtstag von Ahrensburg?!
„Wir finden es nicht schön, so wie es ist“, sagt Ursula Stark, Mitarbeiterin in der Parfümerie Aurel. Allerdings: „Die Parkplätze vor der Tür sind Hauptgrund dafür, dass wir Laufkundschaft haben.“ Antonia Gospos, deren Familie seit mehr als 20 Jahren den Spielzeugladen „Ollefant“ an der Rathausstraße führt, sagt: „Früher war es schöner hier.“ Der Rathausplatz sei grüner gewesen, auch die Bepflanzung war üppiger und gepflegter. Auch sie wünscht sich eine Verschönerung des zentralen Platzes in der Schlossstadt.
Die Stadtverordnete der Wählergemeinschaft (WAB) Karen Schmick hat konkrete Ideen zur Verbesserung. Pflanzkübel und Beete, Bäume und Sträucher sollen es richten . Sie hat beantragt, 20.000 Euro für die Verschönerung des Rathausplatzes im Haushalt bereitzustellen.
Der Rathausplatz soll schöner werden. Beeteinfassungen sollen gereinigt werden, die Erde aufgelockert, Wildwuchs und Gestrüpp aus den Betonkübeln entfernt und eine Neubepflanzung finanziert werden. „Ich habe einen Kostenvoranschlag erstellen lassen“, sagt Stadtverordnete Karen Schmick. „Allein die Reinigung der Sitzbänke hätte 8.000 Euro gekostet“, berichtet sie. Zu viel Geld für die Stadt – der Antrag wurde abgelehnt. „Der Haushalt ist ausgeschöpft“, sagt die Stadtverordnete. So hätten Investitionen an den Grundschulen am Aalfang und am Schloss Vorrang, auch der Lokschuppen müsse dringen renoviert werden. „Wir müssen Krippen- und Kitaplätze bauen.“
Ahrensburg hat rund 2,5 Millionen Euro Schulden - eine schwierige Situation. Und auch Karen Schmick weiß um die knappe Kassenlage: „Es gibt Order aus dem Kieler Innenministerium die Ausgaben zurückzuschrauben.“ Und da kein Geld da ist, beschloss Karen Schmick: „Ich mach‘ das auf eigene Faust!“ Die Politikerin sammelt Spendengelder für die Rathausplatz-Verschönerung. Jeder Euro könnte helfen, so hat sie auch beim Spielzeugladen Ollefant angefragt. Inhaberin Antonia Gospos möchte helfen, schränkt aber ein: „Wir können uns selbst kaum über Wasser halten.“
Bis Herbst will WAB-Politikerin Karin Schmick Bürger immer wieder verstärkt auf die Problematik aufmerksam machen. „Der Rathausplatz liegt mir am Herzen“, sagt sie. „Ich gebe nicht auf.“
Auch die Stadt will das Projekt unterstützen, es wurde ein sogenanntes Nullkonto bereit gestellt, auf dem Spendengelder, die Karen Schmick, gesammelt hat, eingehen können. Wer Geld für einen schöneren Rathausplatz geben will, kann zum Beispiel auf das Konto 1352120131 bei der Haspa Ahrensburg (BLZ 200 505 50) überweisen. (vik)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige