Sanierung im Plan

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Dr. Nicole Riedle mit den Bauplänen vor dem sich im Bau befindenden Becken Foto: Jenjahn

Freibad wird komfortabler. Trittauer müssen diese Saison ohne leben

Von Olaf Jenjahn
Trittau
Die Sanierung des Schönaubades in Trittau ist in vollem Gange. „Wir haben im Januar begonnen, die Pflasterung und den Unterbau aufzunehmen und den Beckenkopf und die Folie entfernt“, erzählt Dr. Nicole Riedle vom Ingenieurbüro Balneatechnik. Das Ingenieurbüro aus Wiesbaden leitet und koordiniert die Arbeiten in der Nähe des Schützenplatzes und hat sich auf die Sanierung von Freibädern spezialisiert. Die Kosten bewegen sich derzeit im Rahmen und werden mit 1,7 Millionen Euro beziffert. 116.000 Euro kommen vom Land. Nach der Sanierung verfügt das Freibad über einen größeren Nichtschwimmerbereich, die Einstiege für Menschen mit Handicap werden eleganter gestaltet. Aktuell werden Auffütterungsarbeiten am Becken vorgenommen, damit später die Betonschicht eingegossen und die Folie verlegt werden können. Ein Team der Zeller Bäderbau GmbH aus Heidenheim (Baden-Württemberg) installiert noch bis Mitte Juni die Umrandungen des Schwimm-areals, die das Sitzen am Beckenrand ermöglichen. Der Wasserspiegel des Freibades soll um 20 Zentimeter angehoben, die Wassertiefe gleichzeitig beibehalten werden. Das kombinierte Edelstahl-Folien-Becken erhält zudem eine neue Beckeneinströmung, während die Badewasseraufbereitungstechnik bleibt. Diese Anlage dafür wird allerdings verlagert. „Durch den hohen Grundwasserspiegel haben wir hier ein bisschen Venedig, das gestaltet die Arbeiten etwas aufwändiger“, erläutert Dr. Nicole Riedle die Arbeiten. Der Untergrund des Beckens muss also besonders stabil gestaltet werden. Die Sanierung des Freibades war nötig geworden, weil das Becken schadhaft und die Folie porös geworden war. Dies führte zu einem Wasserverlust. Die Trittauer Verwaltung ließ im Vorfeld eine Befragung durchführen, rund 70 Prozent der Bürger sprachen sich für eine Sanierung des Bades aus. „Die Sanierung wird von einer breiten Masse der Bevölkerung getragen, was zeigt, dass das Bad sehr wichtig für die Menschen ist“, sagte Bürgermeister Oliver Mesch. Er unterstricht die vielfältigen Belange, die das Bad bedient: Gesundheitssport, Senioren- und Jugendarbeit, Standortfaktor, Schul- und Vereinsarbeit. Vom Stand der Bauarbeiten können sich die Trittauerinnen und Trittauer am 25. Mai einen Eindruck verschaffen. Dann ist für 15 Uhr eine öffentliche Baustellenbegehung geplant. Die Arbeiten sollten im August abgeschlossen sein, dennoch wird das Freibad erst im kommenden Jahr wieder öffnen. „Dauerkarten behalten ihre Gültigkeit“, verspricht Mesch.
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