Schnelle Hilfe im Notfall

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Landrat Klaus Plöger (v.l.), Jan-David Prelle, Christian Brandt (beide ASB) und Michelle von der Ahé (vorn) in dem neuen Allrad-Einsatzfahrzeug Foto: fnf

Johanniter sind ab sofort im Katastrophenschutz-Team. Krankenwagen für ASB

Stormarn Wenn ein Unglück eintritt, benötigt der Landkreis einen funktionierenden Katastrophenschutz.
Der Kreis der Hilfsorganisationen, die in Stormarn im Katastrophenfall tätig werden, ist jetzt um eine Einrichtung reicher. Landrat Klaus Plöger begrüßte nun offiziell die Johanniter-Rettungshilfe mit ihren ausschließlich ehrenamtlichen Mitgliedern im Katastrophenschutz.
„Ich freue mich, dass jetzt auch die Johanniter dazu kommen. Es ist toll, dass sie gleich eine ganze Sanitätsstaffel und so viele junge Leute mit einbringen“, sagt Plöger. Bereits seit anderthalb Jahren haben die Johanniter einen Stützpunkt in Bad Oldesloe. Die Einsatzzentrale ist zu 100 Prozent aus Eigenmitteln finanziert.
„Diese Dienststelle ist die einzige, die komplett ehrenamtlich arbeitet – von den Rettungseinsätzen bis zum Klodienst“, sagt Johanniter-Regionalvorstand Rainer Laskowski und betont, wie wichtig ein starker Katastrophenschutz ist: „Der ewige Friede in Europa ist vorbei. Das hat die Ukraine-Krise gezeigt. Aber nicht nur im Kriegsfall, sondern auch bei Umweltkatastrophen ist es die Aufgabe des Katastrophenschutzes, die Bürger zu versorgen.“
Neben freiwilligem Engagement setzt der Kreis Stormarn auf eine modernde Ausstattung seiner Notfall-Truppe. „Wir haben in diesem Bereich in den letzten Jahren viel gemacht. Wenn man das Thema locker angeht und die richtigen Fahrzeuge hat, ist es einfacher, junge Leute für den Hilfsdienst zu begeistern“, ist Klaus Plöger überzeugt. „Die machen das hier alles ehrenamtlich und haben auch noch Spaß dabei“, freut sich der Landrat.
Im Gepäck hatte er die Schlüssel zu einem neuen Allrad-Notfallkrankenwagen für den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) im Wert von 125.000 Euro. Die Flotte des Katastrophenschutzes im Kreis umfasst damit fast 30 Fahrzeuge. Zwei weitere Einsatzfahrzeuge sollen demnächst folgen. Viele Jugendliche nutzen den ehrenamtlichen Dienst bei den Hilfsorganisationen, um erste Erfahrungen im Rettungsbereich zu sammeln.
„Ich möchte mal Medizin studieren und habe mich hier ausbilden lassen“, sagt Michelle von der Ahé (16), die sich bereits seit vier Jahren bei den Johannitern einbringt. (fnf)
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