Schneller als ein Formel-1-Wagen

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Aufstieg in die Bezirksliga perfekt: Kirsten Blum, Corinna Prey (vorne von links), Jens Biehler, Sönke Ruge, Sven Theilig, Dirk Howold (hinten von links). Foto: pi

Beim Badminton fliegen die Bälle mit 300 Stundenkilometern übers Netz

Bad Oldesloe. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist der Größte. Wenn sein Red-Bull-Bolide über die Rennstrecken in aller Welt rast, dann tut er das meistens mit einem Durchschnittstempo von 260 bis 280 km/h. Es gibt aber ein Sportgerät, das noch schneller ist: den Federball. Schmettern Weltklassespieler aus Asien und Dänemark den fünf Gramm schweren Ball über das Netz, dann beträgt die Geschwindigkeit manchmal mehr als 300 km/h.
Jens Biehler (61), Abteilungsleiter Badminton beim VfL Oldesloe, träumt von einem so hohem Tempo nur. Aber in seiner besten Zeit, glauben manche VfL-Mitglieder, wird das Tempo seiner geschlagenen Bälle dieser „Schallgrenze“ sicherlich schon mal nahe gekommen sein.
Das glaubt Biehler, Chef über 160 Spieler beim VfL und Lehrer an der Grund- und Gemeinschaftsschule am Masurensee in Bad Oldesloe, nicht. Doch die schnellste Racketball-Sportart der Welt war ihm immer eine Herzensangelegenheit. Da hatte der Fußball, dem er im Kindesalter nachjagte, keine echte Chance. Das sehen mittlerweile 4,2 Millionen Deutsche auch so.
Einer von ihnen ist Hans-Wilhelm Meyer-Wohlfahrt (69). Der Mannschaftsarzt des FC Bayern schrieb in einem Beitrag: „Badminton fasziniert und begeistert, ich bin Fan. Es ist eine schier endlose Kettenreaktion körperlicher Explosionen: Immer wieder Sprünge, Schmetterschläge mit Kraft und Witz aus einem unerschöpflichen Reservoir von Kondion.“
Jens Biehler. der 1978 nach Bad Oldesloe zog, war 17 Jahre alt und Schüler in Itzehoe. „Da hat mich ein Freund zum Training mitgenommen“, erinnert er sich. „Ich wusste zunächst gar nicht, was Badminton bedeutet, bis ich merkte, dass das mit Federball nichts zu tun hat. Ich hatte viel Spaß an diesem schweißtreibenden Sport und seiner völlig anderen Atmosphäre als auf dem Fußballfeld.“ Was selten ist: Männer und Frauen spielen in einem Team.
Auch heute noch ist Jens Biehler Stammspieler und Führungspersönlichkeit in der dritten VfL-Mannschaft, die gerade den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Mit großen Hoffnungen gehen die VfL-Teams (Die „Erste“ spielt in der Verbandsliga, die „Zweite“ in der Landesliga“) beim 37. Doppelturnier am 21./22. April in Bad Oldesloe ins Rennen. „Wir erwarten etwa 100 Mannschaften aus allen Bundesländern und auch aus Dänemark“, sagt Jens Biehler. (jae)
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