Schönheitskur rund ums Schloss

Anzeige
Bürgermeister Michael Sarach (v.l.), Jörg Schuhmacher (Sparkassenstiftung), Dr. Tatjana Ceynowa und Thomas Deistler von der Schlossstiftung sowie Landschaftsarchitekt Holger Muhs Foto: wb

Ahrensburg ließ den Schlosspark modernisieren. 2015 soll ein Skulpturenpark entstehen

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Auf der Schlossinsel hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan – sowohl unter als auch über der Erde. Mit der Neugestaltung des Schlossparks will Ahrensburg einen neuen Kulturerlebnisraum schaffen.
Im Rahmen des Projektes überarbeiteten die Landschaftsplaner fast die gesamte Infrastruktur. „Wegweiser leiten die Besucher. Wir haben Parkwege neu angelegt, bestehende nachbearbeitet und verbreitert“, sagt Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Holger Muhs. Außerdem wurde die Platzfläche und der Fußweg zum Schloss saniert, die Parkausstattung erneuert und Infotafeln informieren über die Geschichte des ehemaligen Barockgartens.
Ebenso viel spielte sich bei der Sanierung im Untergrund ab. „Wir hatten hier mit der Zeit eine unübersichtliche Ansammlung von Leitungen und Elektroinstallationen, die nirgendwo verzeichnet waren. Wir haben alles neu verlegt, das ist nun um einiges wartungsfreundlicher“, sagt Muhs. Für Veranstaltungen auf dem Gelände gibt es nun fest installierte Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse und eine Vorrichtung für eine WC-Anlage. Die Beleuchtung ist dank LED besonders sparsam und wurde gänzlich überplant. Eine Effektbeleuchtung strahlt markante Bäume und Bauwerke an.
Um das Gesamtbild nicht zu stören, verzichtete man im gesamten Park auf Mülleimer. „Nur an den Ein- und Ausgängen haben wir Papiertonnen aufgestellt“, so Muhs.
Entgegen des subjektiven Empfinden gäbe es keine direkte Verbindung zwischen der Anzahl an Mülleimern und der Abfallbelastung auf einem Gelände. Die Sanierung bietet die Basis für weitere Projekte rund um den Schlossgarten. Soll soll auf dem Gelände mittelfristig ein Skulpturenpark entstehen. „Mit dem Zeitplan hängen wir allerdings etwa ein Jahr zurück“, sagt Jörg Schuhmacher von der Sparkassen Kulturstiftung. „Im nächsten Jahr wollen wir das Thema verstärkt angehen.“
Die Kunstwerke sollen die Etablierung und Vermarktung des aus dem Schloss, dem Marstall und der Schlosskirche bestehenden Ensembles als überregional bedeutsames Symbol und kulturelles Zentrum stärken.
Die Sanierung des kostete insgesamt 284.000 Euro und damit 28.000 Euro weniger, als veranschlagt. Allein 58.000 Euro der Summe wurden für die Sanierung der Brücke benötigt. Die Stadt muss, dank 131.000 Euro (55 Prozent) EU-Zuschuss, nicht die gesamte Summe tragen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige