Schönster 70 Stunden-Job

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Bürgermeister Oliver Mesch (parteilos) am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer im Amtsgebäude Foto: bm

Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch ist seit 100 Tagen im Amt

Von Birgit Maurer
Trittau
Der „Neue“ hat die ersten 100 Tage hinter sich: Oliver Mesch ist in seinem Amt als Bürgermeister angekommen. Und das ging ziemlich schnell: „ Von der angekündigten Schonfrist habe ich nichts gemerkt. Wollte ich aber auch nicht, denn die Themen sind zu drängend“.
Ob das marode Freibad, die Bebauung des Schützenplatzes oder die verwaltungsinterne Organisation: Diese Themen standen in der ersten Zeit im Vordergrund. Fast „tägliches Brot“ sind für Mesch auch die abendlichen Ausschusssitzungen, die er als einen wichtigen Arbeitsbereich als Verwaltungsleiter ansieht. Hinzu kommen Gremien wie der Gemeindetag, in denen er sich erstmals zeigte und in die Themen einarbeitete. Es gab viele erste Male, dazu die ganz normale Verwaltungsarbeit, die Außenstehende gar nicht so wahrnehmen und Repräsentationspflichten bei Veranstaltungen.

70-Stunden-Woche

Eine 70-Stunden-Woche ist keine Seltenheit. „Aber genauso hatte ich es mir vorgestellt“, sagt Mesch. „Ich kannte die Verwaltung ja schon. Trotz der vielen Arbeit ist es der schönste Job, den man machen kann.“
Er habe mit Menschen und seinem Heimatort zu tun, kümmere sich um Personalangelegenheiten genauso wie um Abwasserschächte und Baupläne. „Das ist die ganze Bandbreite menschlichen und kommunalen Lebens“, betont Mesch mit einem zufriedenen Lächeln. Und da kommt dann auch so mancher Becher Kaffee den Tag über ins Spiel.

Mit Team sehr zufrieden

Mesch bezeichnet sich selbst als entscheidungsfreudig, weil Aufschieben auch nichts bringe: „Das holt einen irgendwann ein.“ Allerdings legt er Wert auf gut durchdachte Entscheidungen.
„Beim Freibad zum Beispiel steht uns eine große Debatte bevor. Dabei muss man neben den Finanzen auch berücksichtigen, was das Bad für die Menschen und den Ort bedeutet“, so Mesch.
Bei aller Arbeit bleibt er auch ganz normaler Bürger. Am Wochenende Brötchen holen, das Kind in den Kindergarten bringen, am Laternenumzug teilnehmen - das ist ihm wichtig: „Man ist so eng mit den Terminen getaktet, dass es wichtig ist, auch das ganz normale Leben weiter zu erleben“, sagt er. „Und der feste Anker ist die Familie. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist wichtig.“ Das strebt der Bürgermeister auch für seine Mitarbeiter an. Früh morgens oder spät abends versucht er auch sein Lauftraining zu absolvieren, um am Peter-Wienecke-Geburtstagslauf Ende des Jahres teilnehmen zu können. Und zumindest am Wochenende pflegt er auch das Familienfrühstück.
Sein Verwaltungsteam lobt Mesch ausdrücklich. „Es ist ein hoch motiviertes Team, das habe ich besonders in der Anfangszeit bemerkt“. Trotzdem strebt er Verbesserungen durch optimierte Arbeitsabläufe an.
Gefallen hat ihm besonders die Teilnahme an der Laufveranstaltung mit dem Team der Gemeindeverwaltung. Mesch sieht die Verwaltung als Dienstleister für Bürger und Politik, will langfristig ein „Beschluss- Controlling“ einführen. Alle von der Politik beschlossenen Maßnahmen sollen mit den daraus resultierenden Ergebnissen aufgelistet werden. „Wir als hauptamtliche Verwaltung müssen den Ehrenamtlern in der Politik so gut wie möglich zuarbeiten, damit dort verantwortungsbewusste Entscheidungen getroffen werden können.“
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