Schulsozialarbeit in Ahrensburg gefährdet

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Auch am Eric Kandel-Gymnasium soll die Schulsozialarbeit intensiviert werden Symbolfoto: thinkstock

Die Schulen benötigen mehr Personal zur Betreuung von Schülern

Von Finn Fischer
Ahrensburg
An Ahrensburger Schulen fehlt es an Sozialarbeitern – und der Bedarf wird sich in den nächsten Jahren erhöhen. Auf 867 Schüler kommt in Ahrensburg ein Sozialarbeiter. Zum Vergleich: In Bad Oldesloe sind es 749, der landesweite Schnitt liegt bei 707 Schülern. Nur in der Versorgung der Gemeinschaftsschulen liegt die Schloss-Stadt vorne. Hier kommt auf 445 Schüler ein Sozialarbeiter (landesweit 603). In der Summe ergibt sich aus der aktuellen Darstellung der Schulsozialarbeit ein Anteil in Höhe von genau 4,67 Stellen. Die Versorgung der Grundschulen und der Gymnasien liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt, das hat auch die Verwaltung bereits erkannt. Stadtjugendpfleger Matthias Bollmann erklärt: „Der Bedarf an Schulsozialarbeitern wird sich zukünftig aufgrund der Kinder mit sozial auffälligem Verhalten und der mit Migrationshintergrund erhöhen.“ Im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss gibt es einen Statusbericht zur Schulsozialarbeit und sonstigen Unterstützungs- und Hilfsangeboten an den Ahrensburger Schulen. Außerdem berät die Lokalpolitik über den Bedarf vom Eric-Kandel-Gymnasium von 15 Wochenstunden Schulsozialarbeit und einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Schule und der Stadt Ahrensburg. Danach könnte die Schulsozialarbeit von zwölf auf 15 Wochenstunden erhöht werden – zunächst allerdings befristet bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019. Auch über die Finanzierung des Projektes „Schulbrücke“ an der Grundschule Reesenbüttel wird abgestimmt. Es geht um zusätzliche Mittel in Höhe von rund 9.300 Euro. Seit 2011 wird an der Grundschule Am Reesenbüttel das Projekt „Schulbrücke“ (ehemals „Hand in Hand“) vorgehalten. Ziel des Projektes ist es, den Übergang vom Kindergarten zur Schule bei sozial-emotional auffälligen Kindern zu begleiten. Das Angebot richtet sich an maximal sechs Kinder aus den umliegenden Kindergärten der Grundschule Am Reesenbüttel. Die Auswahl der Kinder erfolgt auf Vorschlag der Schulleitung in Absprache mit den jeweiligen Kindertagesstättenleitungen. Die Schulsozialarbeit steht am Donnerstag, 3. November, auf der Tagesordnung des Bildungs-, Kultur- und Sport-ausschuss (19.30 Uhr, Peter-Rantzau-Haus) und wird auch am Dienstag, 8. November, im Sozialausschuss (19.30 Uhr, Peter-Rantzau-Haus) behandelt. Dort geht es auch um einen Antrag zur finanziellen Unterstützung des „Mit-Mach-Zirkus“ im nächsten Jahr, den Trägerschaftswechsel für die Kitas der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ahrensburg und die Einrichtung einer Zusätzlichen Stelle im Bruno-Bröker-Haus.
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