Selbst-Optimierung

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Kantorin Barbara Fischer an der Orgel in der Martin-Luther-Kirche Foto: Keil

Trend-Thema plus Konzert in der Martin-Luther-Kirche

Von Manuela Keil
Trittau
Für Barbara Fischer, Kantorin und Organistin in der Martin-Luther-Kirche Trittau, ist Musik nicht nur Beruf, sondern eine innere Herzensangelegenheit. Ihr Engagement und die Begeisterung sind zu spüren, wenn die 45-Jährige über ihre Tätigkeit berichtet. Barbara Fischer leitet mehrere Chöre und führt Kinder bereits sehr früh ans Singen heran. „Im letzten Jahr haben wir den Chor der sechs- bis achtjährigen Jungen und Mädchen getrennt. Wir haben also einen Jungenchor. Jetzt sind es 18 Jungen und 22 Mädchen. Dazu noch der Chor der dritten bis fünften Klassen, das sind zwölf Kinder, außerdem der Jugendchor mit 16 Mitgliedern und die Kantorei.“ Dieser vierstimmig gemischte Chor besteht aus 50 Mitgliedern. Sein Repertoire umfasst geistliche und weltliche Chorlieder, Motetten sowie kleinere und größere Oratorien aller Stilrichtungen.

Studierte Organistin


Zudem ist Barbara Fischer, die seit 2007 in Trittau tätig ist und zuvor zehn Jahre lang in Lütjensee gearbeitet hat, als Kreiskantorin der Propstei Rahlstedt und Ahrensburg zuständig für die kirchenmusikalische Fachaufsicht von Kollegen sowie die Besetzung von frei werdenden Stellen.

Kinder und Eltern fürs Singen begeistern


Die Musikerin, deren Vater Pastor war und die in Saarbrücken aufgewachsen ist, studierte in Düsseldorf: Klavier, Gesang, Orgel im Hauptfach. In Trittau setzt sie sich mit viel Elan für ein gemeindepädagogisches Konzept ein, das möglichst viele Menschen und mehrere Generationen beim Singen und bei Veranstaltungen mit einbeziehen möchte, so auch nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Barbara Fischer freut sich, wenn dies gelingt. Und manchmal führen sogar Kinder ihre Eltern an die Musik und an Kirche heran, wenn diese zu Chorauftritten des Nachwuchses kommen und sich dann zum ersten Mal trauen, mitzusingen. „Wir möchten nicht als geschlossene Gesellschaft wirken, die distanziert und abgehoben ist“, sagt Barbara Fischer.
So ist auch für die Nacht der Kirchen am Sonnabend, 12. September, etwas geplant, das viele Menschen ansprechen soll. Dafür gestalten Barbara Fischer und der Jugendchor der Martin-Luther-Gemeinde in Trittau gemeinsam einen Gottesdienst, der um 18.30 Uhr beginnt. Ein Teil davon wird der Vortrag der Theologin Professor Johanna Haberer sein: „Selbstoptimierung – muss ich mich immer neu erfinden?“ Es geht dabei um Selbstwerdung der Netzwerkgeneration aus theologischer Perspektive.
Johanna Haberer, die Professorin für für Christliche Publizistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und bayerische Pfarrerin ist, hat früher im Kirchenchor in Trittau selbst gesungen, sie und Barbara Fischer kennen sich gut. Der Vortrag von Johanna Haberer ist eingebettet in das Jahresthema „Schöpfung: Singen und erleben“. Das Vortragsthema geht jeden an, denn Selbstoptimierung spielt in unserem täglichen Leben eine große Rolle, nicht nur im Beruf, in Medien und sozialen Netzwerken. Und gerade um die geht es in Bezug auf die jungen Menschen.

Konzert und Vortrag am 12. September


Die Jugendlichen – 16 junge Menschen zwischen elf und 20 Jahren – singen auch am 12. September und gestalten einen liturgischen Rahmen für den Vortrag, der auch Raum für Diskussionen gibt. Gegen 21 Uhr sind Begegnungen und Gespräche bei gemeinsamem Essen und Trinken, um 22 Uhr Abendsegen. Eintritt frei.
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