Sieg für Kaufleute

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Freunde zünftiger Unterhaltung können sich freuen: Auch zukünftig gibt es ein Oktoberfest Foto: fnf

Oktoberfest steigt auch 2015, aber mit neuem Konzept

Ahrensburg Der Ahrensburger Kulturausschuss hatte gegen das Oktoberfest in der Stadt votiert. Viele Schlossstädter und vor allem auch die Kaufleute-Vereinigung „Ahrensburger Stadtforum“ protestierten und zeigten sich fassungslos. Nun hatte die Stadtverordnetenversammlung das Wort und die folgte dem Vorschlag des Kulturausschuss nicht. 2015 und auch 2016 soll es wieder ein Oktoberfest in Ahrensburg geben dürfen - so der mehrheitliche Entschluss der Ahrensburger Lokalpolitiker. Wie es dann weitergeht, muss neu diskutiert werden.
Die SPD und die Grünen blieben bei ihrer ablehnenden Haltung. Kritikpunkte waren zu viel Lärm, die Belastung der Anwohner, ein zu hoher Alkoholgenuss und das Fehlen einer echten Oktoberfesttradition. Das Event habe also, anders als von den Befürwortern behauptet, keineswegs positive Effekt auf das Image der Stadt. Vorgeschlagen wurde, dass das Fest auf die „Grüne Wiese“ außerhalb der Innenstadt verlegt werde.
Vertreter des Stadtforum hatten wenig Verständnis für die Beschwerden der Anwohner geäußert, die den Großteil des Jahres über Geschäfte und Restaurants gerne vor der Tür hätten und dieses Angebot auch im gesamten Jahr nutzen, aber sich dann zum Teil Beschweren, wenn sie durch ihre Wohnlage mal einer gewissen „Belästigung“ durch Festivitäten ausgesetzt seien.
Zur Abstimmung kam schließlich ein Vorschlag, der beinhaltete, dass das Fest 2015 und 2016 noch an diesem Ort stattfinden kann, aber das in der Zwischenzeit ein neues Konzept erarbeitet werden soll. Die Mehrheit aus FDP, CDU und WAB stimmte dafür. Die Grünen und die SPD blieben bei ihrer Haltung gegen die Veranstaltung. Fans der Veranstaltung können also durchatmen. Nachdem bekannt wurde, dass manche Kulturfreunde in der Stadt das noch relativ neue Event absagen wollten, waren Stimmen laut geworden, dass Ahrensburg sich mit so einer Entscheidung blamieren würde und erneut an dem Image der spießig-humorlosen Stadt arbeiten würde, in der Kultur nur im Bereich der Hochkultur akzeptiert werde.
Jetzt werden die Erfahrungen mit den nächsten Ausgaben des Oktoberfests zeigen, ob es zu einer echten Tradition wird. (fnf)
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