Spanische Klänge

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André Lacroix ist Intonator und aus Spanien angereist, um die Orgel zu stimmen Foto: fnf

Orgel in der Auferstehungskirche ist ein exklusiver Import

Von Finn Fischer
Großhansdorf
In der Auferstehungskirche an der Alten Landstraße 20 entsteht derzeit ein Klang-Kunstwerk. Seit vier Wochen arbeitet eine spanische Firma an der neuen Orgel. Sie besteht aus 2100 Pfeifen, 20 Holzarten wurden verarbeitet, Blasebälger verteilen die Luft. Komplizierte Mechanik und Elektronik sorgen dafür, dass der Druck auf die Tasten Töne erzeugt.
„Im Mittelalter waren Orgeln die kompliziertesten Maschinen der Welt“, sagt Organist Clemens Rasch. Das neue Instrument ersetzt die alte in die Jahre gekommene Orgel, deren Restaurierung sich nicht mehr gelohnt hätte. Sie wurde im Jahr 1965 von der Firma Walcker & Cie“ gebaut. Die Firma stellte, so Kritiker, Instrumente in Billigbauweise her mit überwiegend nicht wertbeständigen Materialien bei wenig solider Verarbeitung. Ab November wird Kirchenmusik an einer echten Grenzing-Orgel erzeugt. Die Manufaktur aus Barcelona gilt als führend auf ihrem Gebiet.
Vier Wochen wird es dauern, bis die Orgel erstmals erklingt. Die Verwendung von hochwertigen und haltbaren Materialien, beste Verarbeitung und der Einbau von einfacher, wartungsarmer Technik stehen für eine lange Lebensdauer der neuen Orgel. Vor einem Jahr besuchten Firmenchef Grenzing und einer seiner Intonatoren die Auferstehungskirche, um die Räumlichkeiten zu begutachten. So konnte die Orgel bereits bei der Herstellung und Vorintonation auf den Kirchenraum abgestimmt werden. Derzeit ist Intonator André Lacroix, gebürtiger Franko-Kanadier, seit 15 Jahren in Spanien, mit der Feinjustierung beschäftigt.

In Barcelona gefertigt


Das gesamte Instrument wurde in Barcelona gefertigt, war dort bereits einmal aufgebaut und gespielt worden und wurde anschließend mit zwei Lastwagen nach Norddeutschland transportiert. „Wir haben sie dort schon gehört. Sie ist schöner, größer, hat einen viel besseren Klang als die alte, sieht von außen aber genauso aus“, so Clemens Rasch. Der Organist und zweiter Vorsitzender des Vereins „Eine Orgel für Großhansdorf“ sammelt seit vier Jahren Spenden, um die 800.000 Euro für das Instrument aufzubringen. „170.000 Euro fehlen uns noch. Aber die bekommen wir auch noch zusammen, wenn die Großhansdorfer den tollen Klang der Orgel hören“, ist der Organist überzeugt. Am Sonntag, 1. November,
10 Uhr, wird die Orgel bei einem Gottesdienst eingeweiht. Mit der Orgel erhält die Gemeinde einen Glanzpunkt, der über viele Generationen hinweg erklingen soll.
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