Spargel: Am 24. Juni ist Schluss

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Inhaber Enno Glantz (2. v.l.) mit seinem Verkaufs-Team: Katharina (v.l.) Katharina, Rasmus und Kira Kristin, am Spargelstand Fotos: cs

Durch den langen Winter sind die Erträge geringer. Ein Hofbesuch in Delingsdorf

Von Christina Schlie
Delingsdorf. „Königliches Gemüse“ oder „Frühlingsluft in Stangen“, die Beschreibungen für Spargel sind so vielfältig, wie die Art ihn zu genießen. Doch in Norddeutschland gilt: Spargel wird mit Sauce Hollandaise, neuen Kartoffeln und Schinken gegessen. „Und das sollte man jetzt genießen, die Saison ist in vollem Gange“, empfiehlt Enno Glantz, Inhaber vom Erdbeerhof Glantz.

Zu 93 Prozent aus Wasser

Seit 20 Jahren verkauft das Familienunternehmen im hofeigenen Laden und in zahlreichen Ständen das täglich frisch gestochene Gemüse. Mit zwei Wochen Verspätung startete die eh sehr kurze Spargelsaison in diesem Jahr. „Schuld war der lange Winter“, erklärt Glantz. Die geschlossenen Schneedecken hatten eine isolierende Wirkung auf das Gemüse. Folge, viele Stangen (z.B. Hohlspargel) fielen bei der Ernte dem Ausschuss zum Opfer. Dies sei auch der Grund für den anfänglich sehr hohen Preis, knapp zehn Euro kostete das Kilo.

15 Prozent weniger Ertrag

Schon jetzt wird deutlich, dass mit einem geringeren Ertrag von bis zu 15 Prozent gerechnet werden muss. Denn egal wann die Spargelsaison beginnt, sie endet am 24. Juni, dem St. Johannis Tag. Schon bei den alten Römern war der Spargel beliebt, sagte man ihm doch eine Libido verstärkende Wirkung nach. Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur zirka 20 Kalorien pro 100 Gramm (allerdings muss man dann auf die Sauce Hollandaise verzichten). Die entschlackende Wirkung sowie Vitamine und Fohlsäure machen das Gemüse zu einem gesunden Vergnügen. Ob grüner oder weißer Spargel, ist eine Frage des Geschmacks. Im Wesentlichen besteht der Unterschied darin, dass der grüne Spargel über dem Boden gewachsen ist und durch das Sonnenlicht grün wird. Für alle Sorten gilt: Frisch muss er sein. Sie erkennt man daran, dass die Enden nicht ausgetrocknet sind, er keine aufgeblühten Köpfe hat und beim aneinander reiben von zwei Stangen ein quietschendes Geräusch entsteht.
Weitere Höfe mit Spargelverkauf im Norden: Bauernladen Dölger, Reinfeld (www.bauernladen-doelger.de); Spargelhof Schäfer, Wiemersdorf (www.spargelhof-schaefer.de); Twietenhof, Winsen (www.twietenhof.de)
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