Storch gibt Rätsel auf

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Der Storch ist in Stormarn vor zwei Wochen mehrfach gesichtet worden Symbolfoto: thinkstock

Erster Rückkehrer oder Wintertier?

Bargteheide Ein Weißstorch gibt seit einigen Wochen im Kreis Stormarn Rätsel auf. Mal haben ihn Naturfreunde in Bargfeld-Stegen gesehen, mal in Bargteheide, mal in Jersbek und mal in Elmenhorster Ortsteil Scheidekate. Was steckt dahinter? Normalerweise kehren Störche erst Mitte März, Anfang April aus dem Süden zurück.
Kerstin Kommer, Storchenbeauftragte des NABU Bad Oldesloe, erhält zunehmend Anrufe von Menschen, die den Storch beobachtet haben, wie er hoch oben seine Bahnen zog. „Ein Storch im Januar in Schleswig-Holstein – das ist auch für mich eine Premiere“, sagt Kerstin Kommer.
Die NABU-Beauftragte hat für das Phänomen eine Erklärung: „Das ist mit großer Sicherheit ein Winterstorch. Der ist sicherlich im Herbst lieber hiergeblieben, als zusammen mit seinen Artgenossen in den Süden zu fliegen. Vielleicht war er krank, hatte zu wenig gefuttert oder war verletzt. Oder es liegt am Klimawechsel.“ Im vergangenen Jahr war Ende Februar der erste Storch über Bargfeld-Stegen gesichtet worden. Er war über Spanien zurückgekommen.

Treue Wiederkehrer


Die Störche im Kreis Stormarn haben es gut. Sie kehren fast immer an den Ort zurück, an dem sie schon seit Jahren brüten. Es gibt insgesamt 80 Nistplätze, 30 sind stets besetzt. Kerstin Kommer und ihr NABU-Kollege Andreas Hack reinigen die Nistplätze alle zwei, drei Jahre gründlich. Manchmal stellen sie auch neue Storchenester auf, so vor zwei Wochen in Klein Wesenberg. Dort steht jetzt ein etwa elf Meter hoher Betonmast direkt neben der Kirche. Er soll im nächsten Jahr den alten Holzmast im Pastoratsgarten ersetzen. (jae)
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