Stormarn demonstriert für Toleranz

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Flüchtlinge und Ahrensburger Bürger demonstrieren gemeinsam gegen Terror und Hass Foto: fnf

Nach den Festnahmen von IS-Terrorverdächtigen gehen Ahrensburger und Flüchtlinge für den Frieden auf die Straße

Ahrensburg Sie alle wollen Frieden und Toleranz statt Terror und Hass: In Ahrensburg demonstrierten am Wochenende rund 200 Menschen für eine starke Gemeinschaft, nachdem mehrere Terrorverdächtige im Kreis Stormarn festgenommen wurden. „Es ist ein sehr gemischtes Publikum aus Ahrensburgern“, freute sich Bürgermeister Michael Sarach, der die Einladung der organisierenden Flüchtlinge gleich angenommen hatte, sich an der Demonstration auf der Großen Straße zu beteiligen. Sowohl Flüchtlinge, viele Paten und Ehrenamtler als auch Bürger seien gekommen.

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„Es ist ein gutes Gefühl, dass unsere Gemeinschaft nach dem ersten Schock immer noch funktioniert“, so Sarach. „Das ist die richtige Reaktion.“ Vor zwei Wochen stürmten Sicherheitskräfte mehrere Flüchtlingsunterkünfte im Kreis Stormarn. Drei Männer wurden festgenommen, die im Verdacht stehen, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu unterstützten. Einer der Terrorverdächtigen war in Ahrensburg untergebracht, die anderen in Großhansdorf und Reinfeld. „Anfangs waren wir natürlich alle sehr erschüttert“, sagt Axel Fricke vom Freundeskreis für Flüchtlinge Ahrensburg. Aber das habe sich mittlerweile wieder gelegt. Anfeindungen gegenüber Flüchtlingen oder Paten habe es erfreulicherweise nicht gegeben. Fricke: „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Integration der verbliebenen Flüchtlinge.“ Der Freundeskreis setze seine Arbeit selbstverständlich unverändert fort. Organisiert wurde die Demonstration von Flüchtlingen. Auch unter ihnen waren viele geschockt von den Festnahmen – und verunsichert, wie die Einheimische ihnen nun begegnen würden. (fnf)

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