Stormarns erstes Inklusions-Café

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Gabriela Grimmelmann vor dem Rohbau des Robben-Cafés am BornkampswegFotos: fp

Neuer Treff eröffnet im Oktober auf Gut Wulfsdorf

Hamfelde/Ahrensburg. Das Gebäude ist fertiggestellt, jetzt sind der Innen- und Außenbereich mit Terrasse an der Reihe. Gabriela Grimmelmann freut sich über jeden Baufortschritt. Ab Oktober soll am Bornkampsweg Weg 35 i Stormarns erstes Inklusions-Café eröffnen.
„Menschen sollen sich hier wohlfühlen und die Dienstleistung wertschätzen, sagt die Leiterin des Robben Café-Hauses. Menschen mit und ohne Handicap werden gemeinsam den Betrieb führen und gleichzeitig einen Treffpunkt haben, um Gespräche zu führen und ein Miteinander zu erleben.
Das Café befindet sich auf dem Gelände des Gutes Wulfsdorf und ist Bestandteil der integrativen Dorfprojekte „Allmende“ und „Wilde Rosen“. Derzeit leben und arbeiten über 500 Menschen auf dem Gelände. Darunter 34 Menschen mit Hadicap ebenso wie Familien, Künstler und Kleingewerbetreibende.

Textilwerkstatt
errichtet

Dem voran gegangen ist bereits ein Projekt der Herman Jülich Werkgemeinschaft e.V. Diese richtete auf dem Gelände eine Textilwerkstatt ein. „Das Robben Café soll die Begegnung der Menschen, die hier arbeiten und leben, fördern“, sagt Anke Brammen, Leiterin der Hermann Jülich Werke und Mitinitiatorin des Inklusions-Projektes. „Wir wünschen uns, dass im Café, sowohl im Restaurantservice als auch in der Küche, Menschen mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam arbeiten. Sechs Plätze für zu betreuende Menschen sind noch frei.


Los geht es ab Oktober

Ab Oktober werden die künftigen Mitarbeiter, mit Handicap, auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Je nach Motivation und Fähigkeiten können sie sich für eine Aufgabe im Service oder in der Küche entscheiden. Los geht es ab Herbst mit einem täglichen Mittagstisch im Robben-Café. Ihr erster Auftraggeber ist das Pentaion, ein Seminardom auf der gegenüberliegenden Straße.
Wenn die Mitarbeiter sich gut in ihre Tätigkeit eingefunden haben, wird das Café auch abends und am Wochenende geöffnet sein. Anke Brammen und Gabriele Grimmelmann werden die Küchen- und Service-Kräfte bei ihrer Ausbildung begleiten. Unterstützt werden sie von erfahrenen Restaurant- und Küchenfachkräften. Die Bedürfnisse der Betreuten sind Anke Brammen und Gabriele Grimmelmann sehr wichtig. Keiner soll überfordert werden. Zeit spielt eher eine nebensächliche Rolle. Es gilt vielmehr die richtigen Fördermomente zu erkennen, Motivation zu geben und das Gefühl gebraucht zu werden.

Noch Plätze frei

Alle Menschen mit Handicap, die Lust haben, bei dem Projekt mitzumachen können sich bei Gabriela Grimmelmann unter t 040/ 460 711 75 melden. Die Bewerber sollten gern unter Menschen sein und Grundfähigkeiten für diese Aufgabe besitzen. So manches andere kleine Problem kann aus dem Weg geschafft werden. Ein Beispiel: Die Initiatoren planen eine Speisekarte zu entwerfen, die aus Bildern und herausnehmbaren Karten für die Bestellung besteht. (fp)
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