Strampelnd durch das Wasser

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Die Teilnehmer tragen kleine Schwimmhilfen an den Hüften Repro: jae

Steigende Nachfrage beim Aquajogging im Ahrensburger Badlantic

Von Hans-Eckart Jaeger
Ahrensburg
Ein Mann gegen 14 Frauen: Dieses Los tragen bei den neuen Aquajogging-Kursen von Martina Bertram im Ahrensburger Badlantic gleich zwei Herren – nacheinander: Heiko Schoon, 74, aus Trittau und Hartwig Peters, 65, aus Bargteheide. „Wir haben unseren neuen Sport gefunden“, sagen sie. Heiko hat den Dienstagskurs (ab 10.30 Uhr), Hartwig den Mittwochskurs (ab 9 Uhr) gebucht. Ihre Ehefrauen sind mit von der Partie. „Aquajogging ist sehr gefragt“, sagt Trainerin Martina erfreut, die stellvertretende Leiterin der Schwimmabteilung des Ahrensburger TSV. „Das Interesse und die Nachfrage sind groß, die Kurse sind ausverkauft, und es gibt eine Warteliste.“ Beim Aquajogging schwebt der Körper im Wasser und erhält Auftrieb durch eine spezielle Weste. „Die Gerätschaften variieren pro Unterrichtseinheit“, erklärt Martina Bertram. „Beliebt sind Bretter und Poolnoodle, ein einfacher Auftriebsgurt.“ Die Teilnehmer in der Gruppe laufen pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) etwa 24 Bahnen. „Es kommt ganz darauf an, mit welchen Gerätschaften wir trainieren“, so die Trainerin. „Wir bieten auch Trainingsgeräte wie BeFlex oder BeTomic an.“ Aquajogging hilft der Laufform an Land, bringt Flexibilität und Kraft. Die Gelenke und Sehnen in den Beinen werden bei den Laufbewegungen im Wasser weniger belastet, denn sie arbeiten gegen den Widerstand des Wassers. Wie sind die beiden Männer zum Aquajogging gekommen? Heiko Schoon hat sein Leben lang Prellball gespielt. „Ich hatte aber drei Herzinfarkte, insgesamt zehn Stens wurden mir eingesetzt“, sagt Schoon. „Da habe ich meinen Kardiologen gefragt, ob ich überhaupt noch Sport treiben kann. Gehen Sie doch mal zum Aquajogging, hat mich der Arzt aufgefordert.“
Eine Nachbarin hat ihm den entscheidenden Tipp gegeben: „Die Kurse von Martina Bertram kann ich nur empfehlen.“ Seit einigen Wochen fahren Heiko und Johanne Schoon regelmäßig zum Badlantic. Hartwig Peters ist schon länger dabei. Tennis und Tischtennis hat er viele Jahre gespielt, zuletzt Wasser-Gymnastik probiert. „Ich bleibe jetzt beim Aquajogging“, versichert er. „Das ist nicht so anstrengend, auch wenn man manchmal aus der Puste ist.“
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