Streit um das neue „Blaue Haus“

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Der Neubau eines weiteren „Blauen Hauses“ wird vom Schulverband kontrovers diskutiert Symbolfoto: thinkstock

Nicht alle Gemeinden wollen zahlen

Trittau Die Mitglieder im Schulverband diskutieren gerade kontrovers über den Neubau eines weiteren „Blauen Hauses“ für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern im Amt und der Gemeinde Trittau. Zu 77 Prozent wird dieses Angebot von Trittauer Schülern genutzt. Daher wollen die Bürgermeister Lütjensees, Ulrike Stentzler und Großensees, Karsten Lindemann-Eggers, die Kosten für den Neubau nicht mittragen. In den Orten werden eigene Betreuungseinrichtungen betrieben, die auch „Hortkinder“ aufnehmen könnten. Die Bürgermeister fordern die Gründung eines separaten Schulverbandes für die Mühlau-Grundschule und das bisherige Blaue Haus. Bürgermeister Mesch und die Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz wollen an der Trägerschaft festhalten, schlugen eine anteilige Finanzierung des Neubaus vor, gemessen daran, wie viele Kinder aus den Gemeinden die Einrichtung nutzen. Das wurde zunächst positiv aufgenommen, doch die Bedenken überwiegen. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst. Zunächst soll die Verwaltung ein Konzept entwickeln, die Finanzierung berechnen und eine Satzungsänderung prüfen. „Einig sind wir uns nur, dass, wenn ein Neubau kommt, er in Modulbauweise erfolgen soll und am B-Platz stehen soll“ so Ute Agatz, die hofft, dass das Konzept bis Oktober fertig ist. Erfreulich ist die Bauannahme der neuen Module an der Hahnheideschule. Die Räume werden zunächst noch anders genutzt als geplant, denn bei der Brandschutzsanierung der Hahnheideschule wurden Schimmelpilze in der Decke festgestellt. Acht Klassen müssen für die Dauer der Sanierung ausgelagert werden. Daher verzögert sich auch der Beginn der Brandschutzmaßnahmen an der Mühlauschule, da die Grundschüler währenddessen in die Hahnheideschule gehen müssen. Am Gymnasium und der Grundschule wurden Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung geschaffen. „So konnten wir Kinder, die auf der Warteliste standen, doch noch unterbringen“, so Ute Agatz. (bm)
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