Streit um Supermärkte

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Die Planskizze zeigt den Schützenplatz (r.) und die Meierei (l.). Nebeneinander sollen Supermärkte entstehen Planzeichnung: wb

Diskussion der Trittauer Gemeindevertreter eskaliert. Entscheidung vertagt

Von Birgit Maurer
Trittau
Wie geht es weiter mit der Bebauung des Schützenplatzes und der Meierei? Auf ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag konnten die Gemeindevertreter zu diesem Tagesordnungspunkt keine Einigung finden. Nach heftigen Diskussionen zwischen den Fraktions-Mitgliedern der Wählergemeinschaft „Bürger für Trittau“ (BGT) sowie der SPD (sind für die Bebauung des Schützenplatzes) und den Vertretern der Grünen- und CDU-Fraktion (sind gegen die Bebauung und für die Ansiedlung eines Edeka-Marktes auf dem benachbarten Meierei-Gelände) beantragte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Jens Hoffmann, die Absetzung des Tagesordnungspunktes. Dies wurde mit der Stimmenmehrheit aus CDU- und Grünen-Fraktion beschlossen.

Ulf Zingelmann soll befangen sein


Die Vorgeschichte: Nachdem die BGT einen Befangenheitsantrag hinsichtlich der Gemeindevertreter Ulf Zingelmann und seiner Tochter Nadine Zingelmann (beide CDU) eingebracht hatte, stellte Ulf Zingelmann, klar, dass er nicht befangen sei.
Im wurde vorgeworfen, das sein Bruder Marc Zingelmann, mit seinem Abbruchunternehmen, den Auftrag für den Abriss der Meierei bekommen habe. Ulf Zingelmann beteuerte, es gebe kein Angebot und auch keinen Auftrag. Trotzdem schloss sich auch die SPD-Fraktion dem Antrag, Zingelmann und seine Tochter auszuschließen, an. Zingelmann empfand diese Entscheidung wiederum an der Grenze zur Verleumdung. SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Ludwig: „Für uns gab es zwei Aussagen. Wir haben Informationen, das der Auftrag besteht. Da hielten wir es für das Beste, es von der Verwaltung überprüfen zu lassen.“ Bürgermeister Oliver Mesch und sein Team werden nun die tatsächliche Sachlage prüfen, dann kann erneut abgestimmt werden. Da auch Günther Süllau und sein Sohn Erik anwesend waren, forderte Jens Hoffmann eine Stellungnahme des Meierei-Investors. Doch das lehnte die Vorsitzende, Marion Schiefer ab. Er sei auch betroffen.

„So eine Planung ist nicht nachhaltig, das Ergebnis haben wir jetzt“ Oliver Mesch

Bürgermeister Oliver Mesch (parteilos) zeigte sich schockiert: „Die Gemeindevertretung hat gegenüber den Investoren und Bürgern kein gutes Bild abgegeben“, sagte er. Zwar waren alle Anträge hinsichtlich der Gemeindeordnung legitim, sie dienten aber nicht der Sache. Er sieht das Grundproblem in den Beschlüssen der Vergangenheit, bei denen es erkennbar keinen Konsens gab. „So eine Planung ist nicht nachhaltig, das Ergebnis haben wir jetzt.“
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