Theater-Programm vorgestellt

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Der Vorstand der Niederdeutschen Bühne lädt zur neuen Saison ein: v.l. Bühnenleiterin Andrea Rühling, Geschäftsführer Manfred Gepp Jugendgruppenleiterin Nina Eggers, Karin Blank, 2. Vorsitzende und Spielleiterin Foto: Maurer

Viel zu lachen bei der Niederdeutschen Bühne

Ahrensburg. Menschliche Schwächen und Schicksale stehen im Mittelpunkt der Komödien, die in dieser Saison von der Niederdeutschen Bühne (NB) Ahrensburg präsentiert werden. Und nicht nur auf der Bühne werden Probleme verschiedener Art gewälzt, auch die Darsteller selbst plagen Nachwuchssorgen und sinkende Zuschauerzahlen.
„Wir brauchen dringend Darsteller, insbesondere des Mittelalters zwischen 25 und 45 Jahren“, sagt Bühnenleiterin Andrea Rühling. Schon letztes Jahr konnten Stücke mangels Darsteller nicht inszeniert werden. In diesem Jahr musste die Teilnahme am Theaterfest in Molfsee kurzfristig wegen Erkrankung eines Darstellers abgesagt werden, weil sich kein Ersatz fand. Aber nicht nur auf der Bühne, auch hinter den Kulissen werden Helfer benötigt: Für die Inspizienz, den Bühnenbau, zum Schminken und Frisieren oder zum Nähen. „Wir freuen uns über jeden Interessierten, egal wie Jung oder Alt“, so Rühling.
Die sinkenden Zuschauerzahlen konnten zwar im letzten Jahr etwas gebremst werden, doch voll wird der Alfred-Rust-Saal mit 428 Plätzen nicht mehr. „Der Tiefstand lag bei 180 Besuchern einer Vorstellung, in der letzten Saison waren es immerhin wieder durchschnittlich 300 Zuschauer pro Abend“, so Geschäftsführer Manfred Gepp. Und dieses Jahr wird mutig die Zahl 400 angepeilt und man hofft, mit Komödien dieses Ziel zu erreichen. Zudem wird ein tolles Schnupperabo angeboten, das ab Januar gültig ist. Es eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk. Für 25 Euro kann man vier Vorstellungen besuchen.

Bonnie & Clyde
Los geht’s am 27. und 28. September mit Bonnie & Clyde von der NB Preetz. Die erste eigene Produktion der NBA wird am 8. und 9. November gezeigt. In „Spektakel bi Chrischan“ geht es um den Verlust eines Gartenzwerges. „Ich habe nicht gedacht, dass es solche Konflikte wirklich gibt bis ich in einer Zeitung über einen Fall aus München las“, schmunzelt Andrea Rühling, die auch die Regie führt. Auch hier gab es zunächst Besetzungsprobleme, doch jetzt steht mit Justina Jürgensen (17) ein Mitglied der Jugendgruppe auf der Bühne, die vorher noch nie platt gespielt hat. Und der Sohn der Regisseurin, Jan Rühling (20) muss ebenfalls ran. Er springt auch ins „kalte Wasser“, denn er hat seine niederdeutschen Kenntnisse nur vom Text abhören bei seiner Mutter und sich bisher nur an Bühnenbilder gewagt.
Weitere vier Komödien folgen im neuen Jahr. Für Kinder ab vier Jahren wird am 7. und 9. Dezember „Pinocchio“ von der Jugendgruppe „Mimikri“ in Hochdeutsch gezeigt. Regie führt Nina Eggers, die einen Bauern ins Spiel eingebaut hat, der Platt redet. „Aber gut verständlich auch für Kleine verständlich“, verspricht sie. Schon jetzt können sich Gruppen ab 10 Personen anmelden. Ab 20 Personen gibt es zehn Prozent Rabatt. (bm)
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