Theater und Film vereint

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Naomi (Jasmin Janetzki) sitzt traumatisiert im Treppenhaus und zerreißt Zeitungen Fotos: cs

Jugendensemble probt Stück „Der Gelbe Vogel“. Schüler-Filmteam dreht parallel

Von Christina Schlie
Bargteheide. „Und Action“. Unter dem wachsamen Auge von Theaterchefin Kirsten Martensen leitet die 18-Jährige Anna Schneider zusammen mit Lena Leuendorf, Judith Bange und Maditha Jumat die Schauspieler an. Hinter der Kamera versuchen die Schülerinnen, ihre Kollegen gekonnt in Szene zu setzen. Das zehnköpfige Team arbeitet zusammen mit Regisseurin Martensen an einem neuen Stück.

„Das anspruchsvolle Stück erfordert viel Sensibilität.“
Kirsten Martensen,
Theaterchefin


„Der gelbe Vogel“ nach dem gleichnamigen Roman von Myron Levoy erzählt eine Geschichte über Verfolgung, Rassenhass und Gewalt, aber auch von tiefer Freundschaft. Das Stück spielt in New York während des zweiten Weltkriegs. Dort begegnen sich die beiden jüdischen Kinder Naomi und Alan.
Naomi ist mit ihrer Mutter aus dem von Deutschen besetzten Frankreich in die USA geflohen. Durch den von Nazis herbeigeführten Tod ihres Vaters stark traumatisiert, schafft sie es nicht, am Leben teilzunehmen, bis es Alan gelingt, mit Hilfe seiner Handpuppe Charlie, Kontakt zu ihr aufzunehmen.
„Das anspruchsvolle Stück erfordert viel Sensibilität“, erzählt Martensen. Die Kulisse, auf das Nötigste reduziert, lässt den jungen Schauspielern Spielraum für Ausdruck und Gefühl. Gut, dass fast alle aus dem Team erfahren in Sachen Schauspiel sind.
Nur der 12-Jährige Hauptdarsteller Nick Schwendel (spielt Alan) ist neu in der Theatergruppe „Bunte Wolke“. Aber auch er hat durch die Unterstützung der anderen, schnell in seine Rolle gefunden. Das Besondere an diesem Stück ist die Kombination aus Darstellendem Spiel auf der Bühne, ergänzt durch selbst gedrehte Filmausschnitte gezeigt auf einer Leinwand. Fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren haben die Szenen vorbereitet, gedreht und werden sie in den nächsten Wochen selbst schneiden.

Besondere Atmosphäre

Bereits 2001 hat Kirsten Martensen den gelben Vogel mit großem Erfolg aufgeführt. „Das Stück mit seiner besonderen Atmosphäre liegt mir am Herzen“, so die Theaterfrau. „Die Mischung aus intensivem Schauspiel und den bewegenden Bildern auf der Leinwand ist einzigartig.“ Auch das Team hat Spaß an der Kombination aus klassischem Spiel und Film. Gedreht wurde unter anderem in der Kulisse des Heinrichshofs in Witzhave und in der Johanneskirche in Ahrensburg.
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