Trittau ebnet Weg für Bebauungsplan des Meiereigeländes

Anzeige
Bürgermeister Oliver Mesch und Bürgervorsteherin Marion Schiefer lauschen der Diskussion der Politiker Foto: bm

Damit ist das Edeka-Projekt einen Schritt weiter

Trittau Mit knapper Mehrheit stimmten die Mitglieder der Gemeindevertretung auf ihrer vergangenen Sitzung für den Entwurf und die Auslegung des Bebauungsplanes des Meiereigeländes. Damit ist das Edeka-Projekt einen Schritt weiter. Zehn Ja-Stimmen kamen von den Mitgliedern der CDU- und Grünen-Fraktion, BGT und SPD stimmten dagegen.
Über die Stellungnahme der Landesplanung diskutierten die Politiker zudem kontrovers. Detlef Ziemann, Mitglied der Grünen-Fraktion und Planungsausschussvorsitzender: „Es geht hier nicht darum, ob Markant und Aldi bauen oder ob Herr Süllau (Investor Edeka-Markt, Anmerkung der Redaktion) sofort bauen kann, sondern es geht um einen weiteren Schritt im abgestuften B-Plan-Verfahren“. Er stellte die Stellungnahme der Kreis- und Landesplanung mit dem seines Erachtens wichtigsten Satz vor, nämlich dass dem Bauvorhaben raumordnerisch nichts entgegen stehe. „Da hast du geschickt die ganzen Bedenken weggelassen“, bemängelte Michael Amann (BGT). Auch der fraktionslose Christian Winter bemängelte die einseitige Darstellung Ziemanns.
In der Stellungnahme ist auch vom ruinösen Wettbewerb für den geplanten Markantmarkt die Rede und von der Verödung des Südens, wenn der Edeka in der Vorburgstraße schließt. Dies bezeichnete Ziemann jedoch nur als Hinweise.
Ute Agatz (SPD) empfahl, die Bedenken vor einer Beschlussfassung abzuarbeiten, es bestünde keine Eile. Sie gab zudem zu bedenken, dass es bei Markant um 30 neue Arbeitsplätze gehe, während der Edekamarkt nur eine Umsiedlung sei.
Die von Bartels-Langness angedrohten Schadensersatzforderungen würden laut Bürgermeister Oliver Mesch mit „großer Wahrscheinlichkeit“ ins Leere laufen. Das sollen die Rücksprachen der Gemeinde mit Anwälten ergeben haben.
Gegenüber der Stormarnausgabe des Hamburger Abendblatts sagte Bärbel Hammer, Sprecherin von Bartels-Langness: „Wir warten jetzt das weitere Verfahren ab. Wenn es tatsächlich so kommt, dass ein Mitbewerber in besserer Lage bauen darf, macht das für uns keinen Sinn.“
Günther Süllau, Investor des Edeka-Marktes, wollte den Abend erstmal „sacken“ lassen und war zu keiner Stellungnahme bereit. (bm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige