Trittau feiert gebührend neue Orgel

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Die neue Orgel in der Trittauer Martin-Luther-Kirche Foto: wb

Exklusivkonzert für Orgelpaten, Festgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche und Konzerte

Von Margret Pantelmann
Trittau
„Ein Grund zum Feiern“ steht auf dem Banner vor der Martin-Luther-Kirche. Auf diesen Tag hat die Kirchengemeinde lange hingearbeitet und gewartet: auf die Orgelweihe der neuen Weimbs-Orgel, die ausschließlich aus Spenden finanziert wurde. Mehr als eine ganze Woche wurde dieses Ereignis fröhlich gefeiert. Begonnen mit einem Exklusivkonzert für die Orgelpfeifenpaten folgte die Orgelweihe durch Probst Hans-Jürgen Buhl bei einem bewegenden Festgottesdienst und einer Predigt von Bischöfin Kirsten Fehrs, die an die Zeit des Klagens der Vorgängerorgel mit schrägen Tönen erinnerte: „Vorbei die Zeit einer seufzenden Orgel mit einer ebenso seufzenden Organistin, mit zusammengestauchten Pfeifen, die keine Luft mehr bekamen.“ Sie dankte den Sponsoren und allen Beteiligten. „Doch was wären wir ohne Frau Fischer“, sagte sie unter anhaltendem Applaus an den unermüdlichen Einsatz der Organistin Barbara Fischer mit dem Orgelbauverein, der aktuell 290.000 Euro eingeworben hat. Für ihre großartige Leistung überreichten die Pastorinnen Anja Botta und Anke Schäfer eine Urkunde und einen „Goldenen Notenschlüssel am Bande“. Nach einem geselligen Nachmittag bei Jazzmusik folgte am Abend ein grandioses Konzert mit dem Gastorganisten Jan Ernst aus Schwerin. Spannend wurde es für Kinder gleich an zwei Terminen, als sie die Orgel mit der Konzertorganistin Kerstin Petersen, die das Projekt „Kinderorgel“ ins Leben gerufen hat, entdecken durften. Sehr kindgerecht erklärte sie die Register, mit denen die Klangfarbe der Orgel gewechselt wird, dass die Orgel auch lachen kann, sich mit dem Fuß ein Echo für laute und leise Töne öffnet, oder sogar ein ganzes Orgelwerk nur mit den Füßen gespielt wird. Aufmerksam verfolgten die Kinder, was alles für die Tonerzeugung in diesem mächtigen Instrument, der Kirchenorgel, steckt. Sie erfordert den ganzen Einsatz des Organisten – mit Händen und Füßen, Kopf und Herz. „Für die Kinder ist es wichtig, auch mal ein bisschen näher an die Orgel heranzukommen und eine Beziehung dazu aufzubauen“, sagte Kerstin Petersen. Und so hatte sie eine ganze Kinderschar um sich, die konzentriert zuhörten. „Ich spiele Keyboard“, sagte Liv (7) aus Trittau, die großen Gefallen an dieser Aktion hatte. Mit „MOMENTmal! Liebe auf den ersten Blick“ für Jugendliche gab es Texte und Musik. Zum Abschluss der Festwoche hieß es „Halleluja!“ mit einem Konzert der Trittauer Chöre, bevor am Sonntag im Gottesdienst die Klangfarben der Orgel mit „Alle Register sind gezogen“ zu erleben waren.

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