Trittau: Kita-Entscheidung vertagt

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Die Entscheidung über einen Kita-Neubau in Trittau wurde vertag Symbolfoto: thinkstock

Keine Einigung über CDU-Antrag

Trittau Unter großer Publikumsbeteiligung tagte der Sozial-, Kultur- und Sportausschuss (SSK) am Dienstagabend. Es ging um den Bau der neuen Kita Lessingstraße/Goethering, die bei den Anwohnern, die in großer Anzahl erschienen waren, auf Widerstand stößt, insbesondere wegen der Verkehrsführung. In den engen Wohnstraße wird ein Verkehrschaos beim Bringen und Abholen der Kinder befürchtet. Ein Antrag der CDU zur Schaffung provisorischer Krippenplätze wurde vertagt, da zunächst weitere Fakten ermittelt werden sollen. „Die Verwaltung wurde beauftragt, genaue Bedarfszahlen für das Provisorium vorzulegen. Außerdem soll im Planungsausschuss die Anbindung über die Hamburger Straße besprochen werden“, so der Vorsitzende Bernd Marzi. Der Planungsausschuss tagt am 26. April. Danach trifft sich der SSK zu einer Sondersitzung am Dienstag, 31. Mai um 19.30 Uhr in der Verwaltung. Schwierig ist die Ermittlung des tatsächlichen Platzbedarfs, weil Eltern ihre Kinder direkt bei den Trägern anmelden und oft auch bei verschiedenen gleichzeitig, um sicher einen Platz zu bekommen. Das wird zwar regelmäßig mit der Verwaltung abgeglichen, aber so sicher wie in der Schule weiß man nie, wer kommt und geht. „Das Problem besteht seit Jahren, eine zentrale Anmeldestelle wäre gut“, meint Bernd Marzi. Bürgermeister Oliver Mesch mahnt zur Besonnenheit. „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich beim Bringen und Holen meiner Kinder in der Kita Löwenhertz, die auch am Ende eines Wohngebiets liegt, wo es auch keine Extraparkplätze für die Kita gibt, kein Verkehrschaos erlebt habe“. Das Gebiet sei ja vorher schon von Fachleuten geprüft worden. Gleichwohl hält er es für einen vernünftigen Weg, erstmal zur planen und dann zu schauen, wie es passen kann, bevor Grundsatzbeschlüsse gefasst werden. Auch Bernd Marzi betont, dass es sowohl seitens des Kreises keine Bedenken gebe, an der Stelle eine Kita u errichten, als auch vom Landesverkehrsbetrieb in Vorabinformationen keine Bedenken bestehen, die Zufahrt über die Hamburger Straße zu gestalten. Eine Option wäre auch, durch die Heimaufsicht weitere Notplätze in den vorhandenen Krippen genehmigen zu lassen. Was möglich ist, muss ebenfalls geprüft werden. „Das könnte maximal sechs bis sieben Plätze bringen“, meint Mesch. (bm)
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