Trittau: Müssen Krippen-Kinder in Container?

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Trittau plant den Neubau einer Kindertagesstätte, doch Anwohner wehren sich. Krippenplätze werden aber dringend gebraucht. Bürgermeister Mesch prüft provisorische Betreuung von Krippenkindern Symbolfoto: wb

Der geplante Eröffnungstermin der neuen Kita im August 2017 ist nicht haltbar

Trittau In der jüngsten Gemeinderatssitzung erteilten die Politiker dem Bürgermeister den Auftrag, Möglichkeiten und Kosten einer provisorischen Betreuung von Krippenkindern zu prüfen. Der Hintergrund: Trittau plant den Neubau einer Kindertagesstätte im Süden des Ortes, um eine Häufung in der Mitte und im Norden zu vermeiden. Vorgesehen war der Standort Lessingstraße, zurzeit ein Bolzplatz. Der Sozial-, Sport- und Kulturausschuss (SSK) sprach sich im November 2015 einstimmig für diesen Standort aus, die Bauleitplanung (B-Plan 8) wurde eingeleitet. Das Projekt ist aber umstritten. Anlieger fürchten in den engen Wohnstraßen ein Verkehrschaos und bemängeln den Wegfall des Bolzplatzes. Geplant ist daher alternativ eine Zuwegung über die Hamburger Straße. Im Juni verabschiedete die Gemeindevertretung den Entwurf- und Auslegungsbeschluss des B-Plans 8, dem aber viele Einwände entgegengebracht wurden. „Es wird eine Zeit dauern, das abzuarbeiten im B-Planverfahren, aber wir brauchen dringend bald Krippenplätze“, sagte Bürgermeister Oliver Mesch. Der vorgesehene Eröffnungstermin der neuen Kita zum August 2017 wird nicht zu halten sein. Daher beschloss der SSK im Mai, der Bürgermeister möge sich um Containerplätze für drei Krippengruppen bemühen. Sowohl dieser Beschluss als auch der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurden mit knapper Mehrheit gefasst. Einig sind sich alle Politiker, dass kurzfristig Plätze bereitgestellt werden müssen. Sabine Paap von den Grünen möchte dafür allerdings kein Extrageld ausgeben: „Ich bin grundsätzlich gegen ein Provisorium“, betonte sie. Der neue Prüfauftrag soll nun ergebnisoffen und kurzfristig Möglichkeiten wie die Anmietung von Räumen, Kooperation mit Tagesmüttern oder „kitaähnliche“ Einrichtungen prüfen. Das B-Planverfahren läuft parallel weiter. (bm)

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