Tschüs, Herr Pastor!

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Pastor Matthias Heitmann steht vor der noch nicht ganz renovierten Martin-Luther-Kirche Foto: cy

Bilanz nach 14 Jahren: „Tolles Team, beglückende Arbeit“

Von Cetin Yaman
Trittau. Am Sonntag, 5. Oktober, wird Matthias Heitmann ein letztes Mal in der Martin-Luther-Kirche predigen, dann beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt.
Nach 14 Jahren in Trittau wird der 59-Jährige nach Hamburg-Rahlstedt wechseln, wo er in der Seniorenseelsorge tätig sein wird. „Das ist sehr spannend“, sagt er. „Denn Altern ist ein Prozess und fängt nicht auf einmal an.“ Mit dem Jobwechsel erwartet Heitmann auch ein Umzug. Die Dienstwohnung, die er mit seiner Frau und den beiden Kindern teilt, muss er für seinen Nachfolger frei machen. „Überhaupt habe ich mich sehr wohl gefühlt hier.“ Zwar sei das Landleben für den gebürtigen Wandsbeker zunächst gewöhnungsbedürftig gewesen. Er und seine Familie wurden dennoch in Trittau schnell heimisch. Heitmann, der in Hamburg und Tübingen Evangelische Theologie studierte, war zuvor als Pastor in Hamburg-Wilhelmsburg angestellt.
„Ich habe es nie bereut“, bilanziert er seine Zeit in Trittau. Erfreulich war, dass seine Frau Hanna Vollmer-Heitmann zeitgleich in der Gemeindebücherei anfangen konnte. „Das war ein glücklicher Zufall.“ Auch die beiden Söhne sind in der Gemeinde jenseits von Großstadttrubel aufgewachsen. In Trittau konnte Heitmann seine große Leidenschaft, Musik zu machen, ausleben. Als Kirchenmusiker mit einer Ausbildung für Popmusik in der Kirche stellte der 59-Jährige seine Fertigkeiten im Gitarrespielen unter Beweis, er sang oft bei Gottesdiensten.
Wesentlich beigetragen zu dem guten Gefühl, mit dem er Trittau verlässt, hat auch das Arbeitsklima unter den Pastorenkollegen und dem gesamten Umfeld in der Kirche. „Wir waren ein gutes Team, alle haben tolle Arbeit geleistet“, sagt Heitmann.

Menschen in wichtigen Situationen begleitet

An seine Pastorentätigkeit in Trittau wird er sich noch lang gut erinnern, versichert er. „Die Arbeit war beglückend und erfüllend, die Gottesdienste in dieser wunderschönen Kirche waren immer berührend“.
Er hat Menschen in entscheidenden Situationen ihres Lebens begleitet, führt er weiter aus, bei ihrer Geburt, Hochzeit, Konfirmation - und bei einigen auch bei ihrem Tod. „Die Menschen vertrauen einem Pastor, da trägt man unglaublich viel Verantwortung“, sagt er nachdenklich. Dies sei auf dem Land noch viel direkter und weniger anonym als in der Stadt, diese persönlichere Beziehung kam seiner Vorstellung seiner Arbeit sehr nahe. „Ich wurde oft auf der Straße angesprochen. Die Kirche genießt hier noch ein großes Ansehen“.
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