UN bestätigt Nehbergs Ess-Tipps

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Rüdiger Nehberg erhebt sein Glas mit einem Insektencocktail aus Wasser, Mückenlarven und Wasserflöhen. „Sie kribbeln beim Trinken im Hals wie Champagner“ Foto: cy

Abenteurer aus Rausdorf schwört seit langem auf Insekten

Rausdorf. Für den Survival-Künstler Rüdiger Nehberg, der in Rausdorf bei Trittau lebt, war es eine Genugtuung, von den Studienergebnissen der UN-Ernährungsorganisation FAO zu erfahren. Wie es in Medienberichteten hieß, fordert die FAO dazu auf, mehr Insekten zu essen, sie würden als Nahrungsmittel taugen. Das weiß der 78-Jährige schon lang: „Als ich das vor 40 Jahren gesagt hatte, musste ich mir viel Spott anhören und Anfeindungen ertragen – und das ging eigentlich bis vor nicht allzu langer Zeit so.“
Die Vorteile sich von Käfern und Heuschrecken zu ernähren, hatte der Rausdorfer auf seinen zahlreichen Expeditionen schnell erkannt:.„Der Gehalt an Proteinen, Fetten, Kalzium oder Zink ist genauso hoch wie in anderen Fleischsorten. Man kommt schneller in Situationen, wo es nichts Gewohntes zu essen gibt, als man denkt. Da heißt es flexibel sein.“.
Die FAO mit Sitz in Rom kommt in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass Insekten und Käfer bei der Bekämpfung des Hungers auf der Welt behilflich sein können. Für rund ein Drittel der Menschheit sind Insekten als Lebensmittel sowieso etwas Alltägliches. In Asien und Afrika landen Käfer, Raupen, Bienen, Wespen und Ameisen oft in der Pfanne oder im Topf.
Nach Ansicht der Vereinten Nationen ist ein Vorteil vom Insektenverzehr die weniger kostenintensive Zucht im Vergleich mit anderen Tieren wie Rindern. Auch würden Insekten weniger Treibhausgase produzieren als Kühe oder Schweine. Daher sollen Europäer ihren Ekel überwinden. Abenteurer Nehberg aus Rausdorf findet den Geschmack von Heuschrecken gar nicht so übel: „Sie schmecken so ein bisschen wie Nüsse“, erzählt er. Für rund ein Drittel der Menschheit sind Insekten als Lebensmittel sowieso etwas Alltägliches. In Asien und Afrika landen Käfer, Raupen, Bienen, Wespen und Ameisen täglich in der Pfanne oder im Topf.
Richtig überzeugt das manche Menschen mit üblichen Essgewohnheiten aber nicht, wie das WochenBlatt bei einer kleinen Umfrage erfuhr. (cy)
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