„Verkauf nicht unter Wert“

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Der Großensee steht zum Verkauf. Die Gemeinde geht als einziger Bieter ins Rennen Foto: Maurer

Großensee-Deal: Hamburg will Interessen der Gemeinde berücksichtigen

Großensee. Die Gemeinde sei jetzt endlich an der Stelle, an der sie gern von Anfang an gewesen wäre: Sie ist der einzige Bieter beim Verkauf des Großensees. Die Stadt Hamburg will das Gewässer für 1,115 Millionen Euro verkaufen. Allerdings könnte der Verkauf auch noch abgeblasen werden.
Was Großensee dafür bezahlen will, sagte Bürgermeister Lindemann-Eggers noch nicht, aber: Die Zeichen stehen gut, das der Großensee bald der Gemeinde gehört. Auch, warum die beiden anderen Bieter vom Verkauf zurücktraten, weiß Lindemann-Eggers. „Für die Stiftung Naturschutz lag der geforderte Preis außerhalb jeder Vorstellungskraft, für uns übrigens auch, und ein mir persönlich bekannter privater Bieter hat kein Interesse bekundet.“

Hamburg will See nicht unter Wert verkaufen

Vergangene Woche trafen sich Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers und der Finanzsenator Hamburgs, Peter Tschentscher, der vom Sprecher der Finanzbehörde, Daniel Stricker und einem Ressortleiter des Immobilienmanagements begleitet wurde, zu einem Gespräch in Großensee.
„Es herrschte eine gute Atmosphäre, wir haben ein gemeinsames Konzept erarbeitet“, berichtet Lindemann-Eggers.
Von einem ergebnisoffenen, ersten Gespräch spricht auch Daniel Stricker, Sprecher der Hamburger Finanzbehörde, der in seiner Aussage verhalten klingt.

Entscheidung so bald wie möglich erwartet

„Wir haben zwar vom Rechnungshof den Auftrag erhalten, das Grundstück zu verkaufen, aber nicht unter Wert“, führt er aus. Daher könne sich Hamburg nach den Gesprächen auch entscheiden, nicht zu verkaufen. Das Kaufangebot müsste zunächst von der Kommission für Bodenordnung geprüft werden. In der Kommission sind alle Fraktionen des Hamburger Senats vertreten. Geprüft würde unter anderem, ob ein „ortsüblicher Preis“ ausgehandelt wurde. Lindemann-Eggers hofft auf eine gangbare Lösung für alle, ohne die Gemeinde komplett verschulden zu müssen. Aus Sicht der Hamburger besteht zwar kein Zeitdruck, aber man wolle „so bald wie möglich“ zu einem Ergebnis kommen, so Stricker, der zudem versicherte: „Wir werden keine Verkaufsentscheidung gegen den Willen und die Interessen der Gemeinde Großensee treffen“. (bm)
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