Was Hund und Herrchen in Bad Oldesloe dürfen

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Norma Schmidt mit Dackel Dragon vermisst einen öffentlichen Hundeauslaufplatz (links). Ten Pas aus Holland (rechts) hat für seinen Hund stets einen Beutel zur Entsorgung der Hinterlassenschaft dabeiFotos: jae

Kreisstadt veröffentlicht Übersicht im Internet. Hund kostet pro Jahr 100 Euro Steuer

Bad Oldesloe. Hundebesitzer haben es offensichtlich gut in der Kreisstadt: Es herrscht kein genereller Leinenzwang. Herrchen und Frauchen müssen sich dennoch an strenge Regeln halten. „Immer wieder beschweren sich Bürger über Verschmutzungen und Verstöße“, sagt Ordnungsamts-Fachbereichsleiter Thomas
Sobczak.
Deshalb hat die Stadtverwaltung die wichtigsten Bestimmungen und Empfehlungen auf ihrer Homepage aufgelistet (unter www.badoldesloe.de, dort unter Verwaltung/Was erledige ich wo und dort unter H wie Hundehaltung). Hundeführer sind demnach verpflichtet, unverzüglich den Hundekot ihrer „Lieblinge“ zu entfernen, heißt es. Und an anderer Stelle: „Hunde sollten zumindest an unübersichtlichen Stellen angeleint werden.“ Es gibt Erläuterungen zur Halsbandpflicht, Hundesteuer und -marke sowie Impfschutz. So muss jeder Hund, der älter als drei Monate ist, steuerlich angemeldet werden. Das kostet 100 Euro pro Jahr. Beobachtungen auf den Spazierwegen rund um die Stormarner Sporthalle ergaben Positives: Die meisten Hundehalter halten sich an die Regeln. Das gilt selbst für durchreisende Touristen. Ten Pas aus Holland zum Beispiel hat mit Frau und Hund Urlaub in Schweden gemacht. Auf der Rückfahrt mit dem Wohnmobil nach Arnheim geht er im Bürgerpark Gassi. Der Mischlingshund ist angeleint, und als er sein „Geschäft“ verrichtet hat, holt sein Herrchen einen Hundekotbeutel aus der Hosentasche. „Den habe ich auch zu Hause immer dabei“, verrät Ten Pas. „Sonst setzt es Geldstrafen.“
Auch Norma Schmidt aus Bad Oldesloe hat in einem kleinen Beutel für ihren Dackel Dragon. Aber sie kritisiert: „Ich vermisse hier ein Gelände, wo mein Hund nach Belieben herumtollen kann.“ Dazu sagte Bürgermeister Tassilo von Bary: „Es gibt in unserer Stadt kein geeignetes Gelände für eine öffentliche Hundeauslauffläche.“ (jae)
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