Weich und lieb, aber ernst

Anzeige
Joanna Brügmann mit einigen ihrer Stofffreunde Foto: M. Keil

Ahrensburgerin entwirft und näht Puppen. Kurs für Interessierte am 18. März

Von Manuela Keil
Ahrensburg
Sie heißen Stella, Carlos oder Jan-Niklas und stammen aus der Puppenwerkstatt von Joanna Brügmann. Die Ahrensburgerin fertigt jedes Einzelstück in Handarbeit. Für den weichen Puppenkörper hat sie ein Schnittmuster entwickelt, die Kleidung wird gestrickt, genäht oder gehäkelt und die Haare der etwa 30 bis 40 Zentimeter großen Stoffkinder bestehen aus einer gehäkelten Perücke mit jeweils eingeflochtenen Haaren.
„Ich verwende nur Naturmaterialien, Baumwolle, Stopfwolle und Schafwolle“, sagt die 41-Jährige, die für ihre Puppen extra häkeln und stricken gelernt hat. Seit elf Jahren arbeitet sie als Designerin, speziell für Markendesign, sie malt außerdem und sprüht nur so vor Ideen. Insgesamt 30 Puppen sind bisher in relativ kurzer Zeit entstanden, alles Unikate, mit Namen und Geburtsdatum – „das ist das Datum, wenn ich den letzten Nadelstich mache“, sagt die Puppenmacherin. Etwa fünf Arbeitstage benötige sie, bis eines der Mini-Kids samt Kleidung fertiggestellt ist. Eine Sonderanfertigung ging an Hebammen in Lübeck – diese ist mit 52 Zentimetern ihr größtes Werkstück. Das Vorbild war Heidi, eine kleine Puppe ihrer Tochter. An ihr hat sich die Mutter zweier Töchter zunächst orientiert, aber dann ihr eigenes Puppenkonzept entwickelt. Das Gesicht ihrer Exponate mit den weit auseinanderstehenden Augen erinnert an das Kindchenschema, doch eines fällt dabei auf: sie lachen nicht. „Ich habe das ganz bewusst so entschieden. Denn die Kinder sollen ihre Puppen ernst nehmen.“
Joanna Brügmann bietet am Mittwoch, 18. März, 18 Uhr, im Peter-Rantzau-Haus einen Puppen-Nähkurs an. Kosten: 40 Euro, Anmeldung unter 04102/ 21 15 15.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige