Wie eine Brauerei Wacken erobert

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Auf die neuen Wacken-Pläne genehmigt sich Brauereichef Torsten Schumacher erst einmal ein Bier Foto: Jenjahn

Grönwohlder will im Heavy-Metall-Mekka Erfolge feiern

Von Olaf Jenjahn
Grönwohld
Die Grönwohlder Brauerei ist auf Expansionskurs. Auch wenn die Erweiterungspläne für die Ahrensburger Genussbrauerei aufgrund der Suche nach einem geeigneten Grundstück derzeit auf Eis liegen, Ideen hat Torsten Schumacher, der Biersommelier und Inhaber der Brauerei. Und die liegen quasi auf der Straße. „Wir haben in Wacken, wo wir seit zwei Jahren einen Stand im Rahmen des Festivals ‚Wacken Open Air‘ im Dorf betreiben, ein bebautes Grundstück gesehen, welches wir erwerben wollen. Die Gespräche sind gut voran gekommen, wir könnten bald Vollzug melden“, sagt Torsten Schumacher. Das Haus verfügt neben zwei vermieteten Wohnungen auch über Gästezimmer und über ein rund 450 Quadratmeter großes Grundstück. „Hier soll eine Beachbar entstehen. Außerdem sollen noch sechs WC´s und vier Duschen installiert werden. Viele Festivalbesucher freuen sich unheimlich auf ein sauberes Klo oder über eine heiße Dusche. Sie sind gerne bereit, dafür auch einen entsprechenden Obolus zu entrichten“, erzählt Schumacher. Damit dieses Projekt umgesetzt werden kann, möchte der Brauereichef eine alternative Finanzierungsmöglichkeit in Angriff nehmen. „Wir wollen keine Finanzierung über Banken oder ähnliches, sondern wir wollen Anteile zu je 4.000 Euro an Interessenten ausgeben“, kündigt Schumacher an. 75 Anteile werden aufgelegt, die ersten Zusagen konnten die Grönwohlder bereits entgegennehmen. Das Anteilsprinzip hat der kleinen Brauerei im Herzen Stormarns (jährlicher Ausstoß rund 30.000 Liter) bereits zu wirtschaftlichem Erfolg verholfen. Derzeit besitzt die Grönwohlder Brauerei 266 Aktionäre, die jeweils mit 1.000 Euro dabei sind. Verzinst werden die Aktien mit 7,5 Prozent – allerdings in Bier. Ausgewählt werden kann aus acht verschiedenen Sorten. In Kürze wird ein weiteres Bier hinzukommen. Torsten Schumacher tüftelt gerade an einer neuen Rezeptur. Ebenfalls braut Grönwohlder Inselbiere für Föhr und Fehmarn und stellt auch das „Timmendorfer Strand Bier“ her.
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