Windpark kommt

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So wird es wohl bald auch am Glindfelder Weg aussehen: Mit speziellen Hochkränen werden die Segmente der Windräder übereinandergesetzt. Zum Schluss kommen die drei Flügel an die Rotornabe. Foto: fnf

Bargteheide erwartet Baugenehmigung Ende des Monats

Von Finn Fischer
Bargteheide. Sowohl Gegner als auch Betreiber sind mittlerweile überzeugt: Der Bürgerwindpark Bargteheide wird genehmigt. Den entsprechenden Entwurf hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) an alle beteiligten Parteien geschickt. Ende Oktober hatten die Beteiligten die Möglichkeit, sich zu äußern. „Es ist davon auszugehen, dass die Genehmigung erteilt wird“, sagt Jürgen Engfer, Bargteheides Bauamtsleiter. Einen Genehmigungsbeschluss hält er noch im November für wahrscheinlich.
Der Entwurf umfasst Auflagen, unter anderem wann die Anlage abgeschaltet werden muss – etwa bei Fledermausflug oder bestimmten Witterungsverhältnissen. Ferner dürfen die Schatten der Anlagen maximal 30 Minuten
pro Tag oder 30 Stunden pro Jahr auf Grundstücke der Anwohner fallen. Ebenso gibt es strickte Vorschriften zur Beleuchtung, dem Brand- oder Arbeitsschutz.
Der Entwurf legt auch eine Ausgleichszahlung wegen des Eingriffs in das Landschaftsbild in Höhe von 725.506 Euro an den Kreis Stormarn fest.

Mit dem Bau der drei Windkraftanlagen darf erst begonnen werden, wenn nach Betriebsaufgabe die Rückbaukosten von 280.000 Euro pro Anlage durch selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber dem Land Schleswig-Holstein gesichert wurden. Daneben ist die Ausgleichssumme für den Eingriff in das Landschaftsbild spätestens zwei Wochen vor Baubeginn auf das Konto des Kreises einzuzahlen.
Für Gutachten und Gebühren hat die Stadt bisher 366.831 Euro ausgelegt, die vom Träger, der Bürgerwindpark Bargteheide GmbH, im Falle der Umsetzung erstattet werden müssen. So entstand dem Unternehmen im Vorfeld kein Risiko. Wenn das Projekt stirbt, bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen. Das sorgte unter den Windparkgegnern für Empörung. Die Initiative Gegenwind-Bargteheide klammert sich an eine letzte Möglichkeit, den Windpark doch noch zu verhindern. Aufgrund des fragwürdigen Vertrags zwischen der Windpark-Gesellschaft und der Stadt legte sie Beschwerden bei der EU-Kommission ein.
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