„Wir möchten Danke sagen“

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Die Gruppe syrischer Flüchtlinge bedankt sich mit heißem Tee, süßem Kuchen und Rosen bei der Bevölkerung Foto: cs

Syrische Flüchtlinge verteilen Rosen und Kuchen in Bargfeld-Stegen

Von Christina Schlie
Bargfeld-Stegen
Für die Freundlichkeit, mit der sie empfangen wurden, für die Freundschaften, die entstanden sind und für die Chance auf ein Leben in Sicherheit: Die syrischen Flüchtlinge in Bargfeld-Stegen haben am vergangenen Wochenende in einer spontanen Aktion Rosen und Kuchen an die Bargfeld-Stegener verteilt. Morgens um neun Uhr ist es kalt am Dorfteich der kleinen Gemeinde. Von überall her folgen die Menschen der Einladung der syrischen Flüchtlinge. Eine Whats App-Lawine verbreitete sich einen Abend zuvor im Dorf. „Die Syrer wollen Danke sagen“ lautete die Nachricht. Die 35 syrischen Flüchtlinge verteilen heißen Tee, Kuchen und Rosen. „Es ist wichtig, auch einmal etwas zurückgeben zu können“, beschreibt Ahmad Aleed die Idee, die hinter der Aktion steht. „Das Dankeschön war allen ein Bedürfnis“. 70 Flüchtlinge leben zurzeit in Bargfeld-Stegen, darunter vier syrische Familien und Einzelpersonen. „Eine tolle Aktion und eine Wertschätzung für das, was die Bevölkerung den Flüchtlingen entgegenbringt“, sagt Werner Kuhlmeier, stellvertretender Bürgermeister. Der Bargfelder Andreas Groß ist begeistert: „Hier im Dorf herrscht ein gutes Miteinander.“
Die einzige Bremse sei die sprachliche Barriere, aber auch daran würden die Flüchtlinge arbeiten. Ann-Cathrine Röhrl ist diplomierte Sprachlehrerin. Durch ihren Deutschunterricht kennt sie viele Flüchtlinge persönlich. „Die Menschen wollen zeigen was es ihnen bedeutet, hier sein zu können“, so Röhrl.
Durch die Initiative des Freundeskreises Flüchtlinge sind viele Kontakte, teilweise sogar Freundschaften entstanden. Ahmad Aleed lebt seit sieben Monaten hier, lernt Deutsch, absolviert ein Praktikum und versucht sich intensiv in die Gemeinschaft einzubringen. Die Aktion am Bargfeld-Stegener Dorfteich gibt ihm und seinen Mitstreitern das Gefühl, zeigen zu können, wie dankbar sie für die Hilfe sind.
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